Baumgartner, K. (2022). Circular Economy kompatibles Gebäudedesign: systematische Betrachtung der Merkmale, welche eine zirkuläre Architektur von morgen besitzen muss [Diploma Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. https://doi.org/10.34726/hss.2022.91340
Im Angesicht der Verknappung von Ressourcen und der stetig steigenden Baukosten und Wohnungspreise, gilt die Circular Economy für Regierungen, internationale Organisationen und Unternehmen als einzige tragbare Lösung für ein rentables und umweltbewusstes Fortentwickeln der Menschheit. Das Grundkonzept der Circular Economy bildet einen elementaren Baustein für die Nachhaltigkeit und durch Verwendungen neuer Geschäftsmodelle wird das Wirtschaftswachstum vom Ressourcenverbrauch entkoppelt. Das bedeutet für die Gesellschaft die Möglichkeit zu wirtschaftlichem Wachstum und Wohlstand, ohne wie bei dem gegenwärtigen linearen Wirtschaftsmodell, von zunehmend begrenzten Energie- und Rohstoffreserven abhängig zu sein. Die folgende Arbeit widmet sich diesem vielversprechenden Konzept und bildet einen weiteren Baustein im Transformationsprozess vom linearen zum zirkulären Bauen. Eine Untersuchung des aktuellen Forschungsstandes hat ergeben, dass die größten Potenziale zur Transformation der Bautätigkeiten in der Planungsphase gesehen werden. Bereits dort werden die Voraussetzungen für die Errichtung, Nutzungsphase und den Gebäuderückbau geschaffen. Die Untersuchung zeigte ebenfalls, dass die meisten Auseinandersetzungen mit der Thematik sich auf Teilbereiche und weniger mit einem gesamtheitlichen Ansatz der zugrunde liegenden Aspekte der Circular Economy beschäftigen. Vor allem die Einbeziehung der wirtschaftlichen Aspekte findet wenig Beachtung. Aus diesem Grund beschäftigt sich die Arbeit mit den Voraussetzungen, welche die Architektur erfüllen muss, um die Instrumente der Circular Economy im Bausektor anwendbar zu machen. Der Fokus liegt dabei auf der Verknüpfung zwischen der Konstruktion und den Geschäftsmodellen der Circular Economy. Hierfür wurden drei Betrachtungsebenen entwickelt. Diese erfassen mit unterschiedlicher Auflösung ein Neubauvorhaben und zeigen systematisch die Prinzipien auf, welche in der Architektur berücksichtigt werden müssen, um die Weichen für eine Circular Economy zu stellen. Eine vorausgehende intensive Auseinandersetzung mit dem Wirtschaftsmodell, der gegenwärtigen Barrieren und Wegbereiter, wie auch die Untersuchung bereits gebauter Beispiele bilden die Basis der drei Betrachtungsebenen. In Folge der theoretischen Auseinandersetzung wird die Gültigkeit der erstellten Systematik an einem exemplarischen Entwurf in Wien überprüft und veranschaulicht, wie die Aspekte der Circular Economy in die Planung miteinfließen können.Diese Arbeit zeigt auf, wie Bauteile und Materialien aufeinander abgestimmt, Stoff- und Energieflüsse minimiert und Lebenszyklen durch neue Geschäftsmodelle maximiert werden können
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In the face of resource scarcity and increasing construction costs and housing prices, the Circular Economy is seen by governments, international organizations and businesses as the only viable solution for the profitable and environmentally conscious advancement of humanity. The basic concept of the Circular Economy is a fundamental building block for sustainability and by using new business models, economic growth is decoupled from resource consumption. This means for society the possibility of economic growth and prosperity without being dependent on increasingly limited energy and raw material reserves as in the current linear economic model.The following work is dedicated to this promising concept and forms another building block in the transformation process from linear to circular construction. An examination of the current state of research has shown that the greatest potential for transforming construction activities is seen in the planning phase. The prerequisites for the construction, use phase and building deconstruction are already created there. The study also showed that most discussions of the topic focus on sub-areas and less on a holistic approach to the underlying aspects of the Circular Economy. In particular, little attention is paid to the inclusion of economic aspects. For this reason, the thesis deals with the prerequisites that architecture has to fulfill in order to make the instances of the Circular Economy applicable in the building sector. The focus is on the link between the construction and the business models of the Circular Economy. For this purpose, three observation levels were developed. These cover a new building project with different resolution and systematically show the principles that architecture must contain in order to set the course for a Circular Economy. A preceding intensive examination of the economic model, the current barriers and pathfinders, as well as the examination of already built examples form the basis of the three levels of consideration. Following the theoretical discussion, the validity of the system is tested on an exemplary design in the city of Vienna and illustrates how the aspects of the Circular Economy can be incorporated into the planning. This work shows how components and materials can be coordinated, material and energy flows can be minimized and life cycles can be maximized through new business models
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Abweichender Titel nach Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers