Sattlberger, J. (2024). Herausforderung Leerstandsmonitoring : Untersuchung bestehender Methoden und Potenziale im Bundesland Salzburg und der Schweiz [Diploma Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. https://doi.org/10.34726/hss.2024.121082
Diese Diplomarbeit untersucht bestehende Konzepte zur Erhebung und Monitoring von Wohnungsleerständen in Salzburg und der Schweiz. Angesichts der zunehmenden Wohnraumknappheit in städtischen Gebieten und der Bedeutung eines effektiven Leerstandsmonitorings wird analysiert, welche rechtlichen, methodischen und datenbasierten Rahmenbedingungen eine erfolgreiche Umsetzung in Österreich unterstützen könnten. Die Arbeit stützt sich methodisch auf eine umfangreiche Literaturrecherche, eine rechtliche Analyse sowie auf semi-strukturierte Interviews mit Expert:innen aus öffentlichen Behörden, Forschungseinrichtungen und gemeinnützigen Organisationen. Im empirischen Teil werden Herausforderungen und bewährte Methoden in der Leerstandserhebung in Salzburg und in der Schweiz analysiert und verglichen. Die Ergebnisse zeigen, dass neben der Wahl einer geeigneten Methodik auch oftmals die Register, welche zum Monitoring herangezogen werden, eine unsichere Datengrundlagen darstellen. Die fehlende Verfügbarkeit präziser, aktueller und standardisierter Daten erschwert die genaue Erhebung von Leerständen und beeinträchtigt die Aussagekraft der Ergebnisse. Zudem kommt, dass die uneinheitliche Definition Begriffs „Leerstand“ zu Erschwernissen bei der Erhebung führen bzw. auch keine gute Vergleichbarkeit zulassen. In Österreich fehlen zudem vielerorts geeignete rechtliche Instrumente und Monitoring-Systeme, die eine systematische und dauerhafte Erhebung ermöglichen. Als Folge wird das Potenzial zur Aktivierung von Leerständen kaum genutzt. Es wird betont, dass Leerstandsmonitoring ein wichtiger gesellschaftlicher, aber auch politischer Aspekt ist, um Wohnraum gezielt zu mobilisieren und nutzbar zu machen. Die Arbeit empfiehlt die Einführung einer klaren Definition und die Bereinigung von den bestehenden Registern, sowie die Schaffung einer umfassenden Datengrundlage. Die Entwicklung klarer rechtlicher Rahmenbedingungen, soll es ermöglichen, Leerstandsdaten systematisch und datenschutzkonform zu erheben und auszuwerten. Zudem könnten Anreize geschaffen werden, die Eigentümer:innen zur Nutzung leerstehender Immobilien motivieren.
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This thesis analyses existing concepts for surveying and monitoring vacant housing in Salzburg and Switzerland. In view of the increasing housing shortage in urban areas and the importance of effective vacancy monitoring, it analyses which legal, methodological and data-based framework conditions could support successful implementation in Austria. The work is methodologically based on an extensive literature review, a legal analysis and semi-structured interviews with experts from public authorities, research institutions and non-profit organisations. In the empirical part, challenges and proven methods in vacancy surveys in Salzburg and Switzerland are analysed and compared.The results show that, in addition to the choice of a suitable methodology, the registers used for monitoring often represent an uncertain data basis. The lack of availability of precise, up-to-date and standardised data makes it difficult to survey vacancies accurately and impairs the validity of the results. In addition, the inconsistent definition of the term ‘vacancy’ leads to difficulties in the survey and does not allow for good comparability. In many places in Austria, there is also a lack of suitable legal instruments and monitoring systems that would enable a systematic and permanent survey. As a result, the potential for activating vacant properties is hardly utilised.It is emphasised that vacancy monitoring is an important social but also political aspect in order to mobilise and utilise living space in a targeted manner. The study recommends the introduction of a clear definition and the rationalisation of existing registers, as well as the creation of a comprehensive data basis. The development of a clear legal framework should make it possible to collect and analyse vacancy data systematically and in compliance with data protection regulations. Incentives could also be created to motivate owners to utilise vacant properties.
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Abweichender Titel nach Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers