Flamm, L. (2024). Evaluierung der Modellieranforderungen für ein openBIM-Bewilligungsverfahren [Diploma Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. https://doi.org/10.34726/hss.2024.126321
openBIM; modeling requirements; permit process; building permit
en
Abstract:
Die fortschreitende Digitalisierung im Bauwesen eröffnet innovative Möglichkeiten zur Optimierung des Behördenverfahrens, insbesondere das Bewilligungsverfahren. Immer mehr Architekturbüros setzen auf Building Information Modelling (BIM)-Modelle, um effizienter zu arbeiten. Dennoch besteht die aktuelle Herausforderung darin, dass für die Baueinreichung bei den Behörden immer noch 2D-Einreichpläne und andere Unterlagen in Papierform oder PDF-Format aus dem 3D BIM-Modell erstellt werden müssen. Ein Rückfall in veraltete Arbeitsweisen führt zu einer Unterbrechung des Fortschritts und behindert die potenzielle Weiterentwicklung von BIM erheblich. Die Frage, warum nicht das BIM-Modell mit allen erforderlichen Informationen eingereicht werden kann, wurde von der EU-Förderschiene „Urban Innovative Actions“ aufgegriffen. Sie förderten das Forschungsprojekt BRISE-Vienna, das in Kooperation mit verschiedenen Forschungspartnern wie der Stadt Wien, dem ODE – Office for Digital Engineering, der Technischen Universität Wien und der ZT-Kammer für Wien, Niederösterreich und Burgenland durchgeführt wird. Das Hauptziel von BRISE-Vienna besteht darin, ein vollständiges openBIM-Bewilligungsverfahren zu entwickeln, das teilautomatisch alle relevanten Vorschriften und Regelungen überprüft. Dabei werden innovative Technologien wie Künstliche Intelligenz (KI) und Augmented Reality (AR) eingesetzt, um den Prozess zu optimieren und zu vereinfachen. Die Initiative zielt darauf ab, die Brücke zwischen der modellbasierten Planung und dem behördlichen Genehmigungsprozess zu schlagen, um die Effizienz zu steigern und die Nutzung von BIM im Bauwesen weiter voranzutreiben. Der Autor dieser Arbeit war Teil einer Gruppe von Studierenden der TU Wien, die Bauantragsmodelle (BAM) für eine openBIM-basierte Prüfung erstellt haben. Dieses Bauantragsmodell dient als zentrales Einreichdokument für ein Bewilligungsverfahren. Die Dokumentation war an dieser Stelle ein wichtiges Instrument, um die Evaluierung des zeitlichen Aufwands, sowie Komplikationen im jeweiligen Softwareprogramm zu erfassen. Die Erhebung der erforderlichen Daten erfolgte durch einen Fragebogen. Die Ergebnisse der Analyse deuten auf eine vielversprechende Entwicklung im Zusammenhang mit openBIM im Bewilligungsverfahren für die Zukunft hin. Dennoch traten einige Herausforderungen bei der Modellierung des BAM auf, insbesondere wurden in dieser Arbeit die Modellierung für die Software Allplan ausführlich behandelt. Die Modellprüfung verwendet von den Projektbeteiligten entwickelte Prüfroutinen, die in die Software Solibri integriert wurden und den behördlichen Anforderungen an die Genehmigungsplanung entsprechen. Für die Modellprüfung entwickelten Prüfsettings beruhen auf einem iterativen Prozess und optimierten sich im Verlauf des Forschungsprojekts weiter. Um die Entwicklung weiter voranzutreiben, wurden aus der Analyse des Fragebogens Handlungsempfehlungen für zukünftige Projekte abgeleitet. Eine der gewonnenen Erkenntnisse war, dass die BIM-Modelle durch automatische Vorprüfungen iterativ und eigenständig so lange verfeinert und überprüft werden können, bis sie eine ausreichende Qualität für die Genehmigung erreichen. Infolgedessen wird den Behörden ein überaus effizientes Unterstützungstool zur Verfügung gestellt, dass ihnen die zeitaufwändigen Prüfungsverfahren abnimmt und das gesamte Bewilligungsverfahren beschleunigt.
de
The advancing digitization in the construction industry opens up innovative possibilities for streamlining official processes, especially the approval procedure. An increasing number of architectural companies are using Building Information Modeling (BIM) models to work more efficiently. However, the current challenge is that authorities still require 2D submission plans and other documents in PDF format generated from the 3D BIM model when it comes to permit applications. This fact significantly impedes the potential further implementation of BIM in the governmental approval process. The question of why the BIM model with all the necessary information cannot simply be submitted was taken up by the EU initiative „Urban Innovative Actions“. They commissioned the research project BRISE-Vienna, which works in collaboration with various research partners such as the City of Vienna, the Office for Digital Engineering (ODE), the TU Wien, and the Chamber of Civil Engineers for Vienna, Lower Austria, and Burgenland. The main goal of BRISE-Vienna is to develop a complete openBIM approval process that partially automatically checks all relevant regulations and requirements. Innovative technologies such as Artificial Intelligence (AI) and Augmented Reality (AR) are being used to optimize and simplify the process. The initiative aims to bridge the gap between digital planning and the government approval process to increase efficiency and further promote the use of BIM in the construction industry. The objectives of this work were to create a building application model (BAM) for openBIM-based as part of a working group at the Vienna University of Technology and to test its practicality. This building application model forms the central submission document for an approval process. Documentation was a crucial tool at this stage to capture the evaluation of the time spent and complications in the respective software program. The necessary data was collected through a questionnaire. The results of the analysis point to a promising development related to openBIM in the approval process for the future. However, some issues arose in modeling the building application model, particularly addressing modeling challenges for the software Allplan in this work. The model checking uses validation routines developed by project participants, which are integrated into the Solibri software and meet the regulatory requirements for approval planning. The checking settings developed for the model review were based on an iterative process and evolved during the course of the research project. In order to further advance the development, recommendations for future projects were derived from the questionnaire analysis. One of the key findings was that the BIM models can be iteratively and independently refined and checked through automatic pre-verification until they achieve a sufficient quality for approval. As a result, authorities are provided with an extremely efficient support tool that eliminates time-consuming review procedures and accelerates the entire approval process.