Schwab, P. (2024). Verbindungen, die Geschichten erzählen : Untersuchung zur räumlichen Wahrnehmung von konstruktiven Holzverbindungen [Diploma Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. https://doi.org/10.34726/hss.2024.118000
Authentizität des Holzes; Rückbaubare Systeme; Raumwirkung von Holz; Vielschichtigkeit des Tragwerks; Raum der Kontemplation
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authenticity of the wood; dismantling systems; spatial effect of wood; complexity of the supporting structure; space of contemplation
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Abstract:
Materialien erzeugen Stimmung, Atmosphäre und Wertigkeiten in einem Raum und treten dabei in einen Dialog mit den Menschen, die ihn nutzen. Sichtbare Holzverbindungen stehen in enger Verbindung mit dem Ort und dessen materiellen Gegebenheiten und verweisen auf hochwertige, oft sehr geschichtlich geprägte Handwerkskunst. Im theoretischen Teil der Arbeit werden vorangegangene Gedanken zum lebendigen Rohstoff Holz betrachtet, die eine Verbindung zwischen Holz und Mensch aufzeigen. Erst durch Rückblicke in die geschichtliche Entwicklung der Baustoffe werden bestimmte materielle Entscheidungen sichtbar – wenn auch nicht immer nachvollziehbar.Basierend auf persönlichen Erfahrungen mit Holzverbindungen wird die Hypothese aufgestellt, dass konstruktive Elemente im Raum erst dann als gut empfunden werden, wenn man sie versteht. Folglich untersucht die Forschung die Nachvollziehbarkeit von Holzverbindungen, indem ein Holzknoten betrachtet wird, der mit seiner Einfachheit dieses Verständnis unterstreicht. Der Knoten dient als Ausgangspunkt zu Analysen des Wesens eines Raumes und es wird empirisch nach objektiven Kriterien gesucht, die einem Raum eine Identität verleihen. Die Interpretationen der verschiedenen Raumtypen dienen als Ausgangspunkt für eine vertiefte Beschäftigung mit der asymmetrischen Ästhetik der Holzverbindung, die je nach Blickwinkel unterschiedliche Ecken und Nischen entstehen lässt. Dieses polyrhythmische System der Stützen und Träger wird als Entwurfspotential verstanden – und die Abweichungen werden zum Handlungsspielraum der Benutzer:innen.Die Ergebnisse des Theorie- und Forschungsteils werden parallel in einem architektonischen Entwurf eines Büro- und Ausstellungsgebäudes überprüft, der die Möglichkeiten des Holzknotens exemplarisch aufzeigt. In der Erarbeitung des Projektes werden die Abweichungen des kartesischen (orthogonalen) Rasters thematisiert, indem Problemzonen bewusst analysiert und bearbeitet werden. Die asymmetrische Formensprache verspricht eine gleichbleibende Spannung aller Bereiche, die durch das Füllen der tragenden Struktur ihr Potential offenbart.
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Here is the text with corrected spelling and formatting:Materials create moods, atmospheres, and values within a space, engaging in a dialogue with the people who use it. Visible wood joinery is closely tied to the location and its material conditions, referencing high-quality craftsmanship, often steeped in history. In the theoretical section of this work, previous thoughts on the living raw material of wood are examined, highlighting the deep connection between wood and humans. It is only through a historical reflection on the development of building materials that certain material choices become evident, even if not always understandable.Based on personal experiences with wood joinery, the hypothesis is proposed that structural elements within a space are only perceived as good when they are understood. Consequently, the research examines the comprehensibility of wood joinery by analyzing a wood joint that, through its simplicity, reinforces this understanding. The joint serves as a starting point for analyzing the essence of a space, and empirical research seeks objective criteria that lend identity to a space.The interpretations of different spatial types form the basis for a deeper exploration of the asymmetric aesthetics of wood joinery, which, depending on the viewing angle, creates various corners and niches. This polyrhythmic system of columns and beams is understood as a design potential, where deviations become the scope of action for the users.The results from both the theoretical and research sections are tested in parallel through the architectural design of an office and exhibition building, which exemplifies the possibilities of the wood joint. In the development of the project, deviations from the Cartesian (orthogonal) grid are addressed, consciously analyzing and resolving problem areas. The asymmetric formal language promises a consistent tension across all areas, revealing its potential through the infilling of the load-bearing structure.
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Additional information:
Abweichender Titel nach Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers