Fröhlinger, L. J. (2024). Teilzeitwohnen : ein Nachnutzungskonzept entlang der Gutensteinerbahn [Diploma Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. https://doi.org/10.34726/hss.2024.124876
transformation; Pernitz; vacancy reactivation; rural area; Gutensteiner railway; former train station buildings; re-use; alternative housing models; multi-local
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Abstract:
Ländliche Räume sind dynamisch und unsere Lebensweisen unterliegen einem ständigen Wandel, dennoch idealisiert die Mehrheit der österreichischen Bevölkerung traditionelle Wohnmodelle. Alternativen sind kaum vorhanden.Die vorliegende Arbeit umfasst ein Nachnutzungskonzept sowie eine Umbaustrategie für fünf baugleiche Bahnhofsgebäude entlang der Gutensteinerbahn. Der Entwurf soll illustrieren, wie bestehende Flächen geteilt und gemeinschaftlich genutzt werden können, um einerseits wichtige Ressourcen zu sparen und andererseits neuen Wohn- und Lebensbedürfnissen gerecht zu werden, um eine sozial und ökologisch nachhaltige, aber auch lebendige Zukunft zu gestalten.Einleitend werden im Kapitel „Wie wollen wir wohnen?“ drei unterschiedliche, alternative Wohnformen der Umgebung anhand qualitativer Interviews vorgestellt und verglichen. Im Rahmen einer Recherche zu fünf innovativen Wohnmodellen der Ausstellung „Home economics“, die anhand des Faktors "Zeit" entworfen wurden, wird die Art und Weise, wie wir planen und wohnen, infrage gestellt und gleichzeitig neue Ansätze präsentiert. Das untersuchte Projekt „Potteries Thinkbelt“ von Cedric Price umfasst das Konzept einer dezentralen Universitätslandschaft mit mobilen Unterrichtsräumen und dient somit als Referenz für meinen territorialen Umgang mit dem Thema Wohnen.Das zweite Kapitel „Ankommen im Piestingtal“ analysiert das Tal, die 1877 eröffnete Gutensteinerbahn und die fünf Bestandsgebäude und bildet eine wesentliche Grundlage für das Nutzerkonzept, das im dritten Kapitel „Teilzweitwohnen: ein Szenario“ veranschaulicht wird.Die historischen Prozesse und morphologischen Gegebenheiten führten dazu, dass das Piestingtal sowohl zu einem wichtigen Arbeitsstandort als auch zu einem beliebten Wochenendziel und Erholungsgebiet wurde. Um den daraus resultierenden hohen Pendlerströmen und wenig genutzten Zweitwohnsitzen entgegenzuwirken, werden die baugleichen Bahnhofsgebäude, die durch den Wandel unserer Lebensweise und den damit einhergehenden sozialen und wirtschaftlichen Veränderungen des ländlichen Raumes ihre ursprüngliche Funktion verloren haben, zu geteilten Wohnungen umgebaut. Diese können unter der Woche von Arbeiterinnen und Arbeiter und am Wochenende von Erholungssuchenden genutzt werden. Dadurch wird ein Raum für multilokal lebende Menschen geschaffen. Zudem entstehen neben den klassischen Wohnräumen kollektive, öffentliche und halböffentliche Räume für die Gemeinden, Zugreisende und Bewohnerinnen und Bewohner, um individuelle Entfaltung und zwischenmenschliche Begegnungen zu ermöglichen.
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Rural areas are dynamic and our lifestyles are in constant change. Nevertheless, the majority of the Austrian population idealises traditional housing models. One of the reasons for this is that there are too few alternatives.The present work comprises a re-use concept and a conversion strategy for five identical former train station buildings along the Gutensteiner railway. The design is intended to illustrate how existing spaces could be shared and utilised collectively to save on significant resources, while at the same time, meeting new living and housing needs in order to create a socially and ecologically sustainable but vibrant future.To begin with, the chapter ‘How do we want to live?’ presents and compares three different alternative forms of housing in ower and upper Austria on the basis of qualitative interviews. By researching five innovative housing models from the exhibition ‘Home economics’, which were designed based on the factor of time, the way we plan and live is questioned and new approaches are presented at the same time. The investigated project ‘Potteries Thinkbelt’ by Cedric Price comprises the concept of a decentralised university landscape with mobile classrooms and thus serves as a reference for my territorial approach to the topic of housing.The second chapter, ‘Arriving in the Piestingtal’, analyses the valley, the Gutensteiner railway, which opened in 1877, and the five train station buildings and forms an important basis for the re-use concept, which is illustrated in the third chapter, ‘Part time living: a scenario’.The historical processes and morphological conditions have made the Piestingtal an important centre of employment and a popular weekend destination and recreational area. In order to counteract the resulting high flows of commuters and underutilised second homes, the identical railway station buildings, which have lost their original function due to the changes in our way of life and the accompanying social and economic changes in rural areas, are being converted into shared flats.These can be used by workers during the week and by those seeking relaxation at the weekend. In addition, mutual public spaces will be created for the communities, train travellers and residents to enable individual development and interpersonal encounters.
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Abweichender Titel nach Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers