Weinlich, F. (2024). Megatrend Coworking - nur Mode oder ein Muss? [Master Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. https://doi.org/10.34726/hss.2024.123822
Die vorliegende Masterarbeit untersucht den Einfluss der durch die veränderten Bedürfnisse infolge der Covid-19-Pandemie bedingten „neuen Arbeitswelt“ auf die Wohnbauentwicklung und analysiert das Konzept „Coworking im Hausverband“ als potenziellen Lösungsansatz in der Projektentwicklung. Auf Basis einer Literaturanalyse wird der aktuelle Stand ermittelt, welcher die Grundlage für eine empirische Untersuchung im Ballungsraum Wien bildet und in Handlungsempfehlungen für die Entwicklung von Coworking-Einheiten im Hausverband mündet. In einem letzten Schritt werden diese mittels eines Experteninterviews aus einer praxisorientierten Perspektive beleuchtet. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass sich die Arbeitsweise in den letzten Jahren, insbesondere durch den Anstieg von Homeoffice und die wachsende Nachfrage nachflexiblen Arbeitsformen, erheblich verändert hat und sich dadurch auch Auswirkungen auf die Wohnbauentwicklung zeigen. Die erhobenen Daten ergeben, dass im Raum Wien etwa 20% der Erwerbstätigen - die die Möglichkeit haben im Homeoffice zuarbeiten - auf ein eigenes Arbeitszimmer verzichten würden, wenn ihnen eine exklusive Coworking-Einheit im direkten Wohnumfeld zur Verfügung stünde. Diese Zahl bestätigt, dass neben etablierten Konzepten, wie öffentlichen Coworking-Spaces und Arbeitszimmern auch neue Ansätze wie jenes des „Coworking-Space im Hausverband“ eine breite Zielgruppe ansprechen und für die Abdeckung neuer Bedürfnisse relevant sind. Die abschließende Handlungsempfehlung für die Projektentwicklung basiert auf den Untersuchungsergebnissen jener Personen, die auf ein eigenes Arbeitszimmer zugunsten einer Coworking-Einheit im Hausverbandverzichten würden. Diese Empfehlung gliedert sich in Makro-, Meso-Mikroperspektive, beleuchtet zudem die wirtschaftlichen Aspekte und bietet einen umfassenden Leitfaden für die Konzeption und Ausstattung der Coworking-Einheiten. Sie berücksichtigt die Wünsche potenzieller Nutzer:innen und zeigt auf, dass das Konzept, gestützt auf den demografischen Daten und Ausstattungsanforderungen, im gesamten Stadtraum Wien oder Städten mit ähnlichen demografischen Strukturen, breite Zustimmung finden könnte.
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Abweichender Titel nach Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers