Slad, D. (2024). Fallstudie zur Sanierung von (höheren) Schulen unter Einbeziehung der Aspekte der Nachhaltigkeit [Master Thesis, Technische Universität Wien; Technische Universität Graz]. reposiTUm. https://doi.org/10.34726/hss.2024.125623
Die Masterthese, Fallstudie zur Sanierung von (höheren) Schulen unter Einbeziehung der Aspekte der Nachhaltigkeit, untersucht die mögliche nachhaltige Sanierung des Bundesrealgymnasiums Klosterneuburg, mit dem Ziel, zu einer Klimaaktiv- Zertifizierung zu gelangen. Die Arbeit widmet sich insbesondere zwei zentralen Forschungsfragen: Mit welchen Maßnahmen lässt sich die Nutzerzufriedenheit verbessern? Ist die Zertifizierung mit Klimaaktiv im Altbestand bei Bildungseinrichtungen möglich, und welche Adaptionen wären/sind nötig? Der ursprüngliche Bau des Gymnasiums stammt aus dem Jahr 1902. Im Lauf der Jahre wurden mehrere Erweiterungen vorgenommen, die die energetische Effizienz und die thermische Qualität des Gebäudes teilweise markant beeinflussen. Um die Zertifizierung nach dem Klimaaktiv-Standard zu ermöglichen, werden energetische Schwachstellen identifiziert und Lösungsvorschläge entwickelt, die ökologische und ökonomische Aspekte berücksichtigen. Eine qualitative Nutzerzufriedenheitsanalyse, eine umfassende Bestandsanalyse und die Simulation verschiedener Sanierungsvarianten sind einige der Methoden, die im Zuge der Analyse verwendet werden. Insbesondere die unzureichende thermische Behaglichkeit im Sommer und Winter sowie akustische Probleme, werden in der Nutzerzufriedenheitsanalyse hervorgehoben, die im Rahmen eines Interviews mit der Schulleitung durchgeführt wird. Die Bestandsanalyse zeigt deutliche Mängel in der thermischen Qualität der Gebäudehülle, vor allem im Altbau und in dem im Jahr 1992 errichteten Neubau. Im Zuge des Verlaufs dieser Masterarbeit werden zwei Sanierungsoptionen erarbeitet: Die „Standard“-Variante, die herkömmliche Dämmstoffe wie expandiertes Polystyrol (EPS) verwendet, und die „Nachhaltige“-Variante, die ökologische Materialien wie Stroh, Zellulose und Hanffaserdämmung einsetzt. Im Mittelpunkt dieser These steht ebenso die Einbindung erneuerbarer Energieträger. Die Studie zeigt, dass die Montage einer Photovoltaikanlage auf den Dachflächen eine erhebliche Menge an produzierten Strom ermöglicht. Ziel dieser Arbeit ist es den ganzheitlichen (Planungs-) Ansatz zu berücksichtigen und die möglichen Stellschrauben für eine nachhaltige Sanierung aufzuzeigen. Aufgrund der Fülle an Themenbereichen, die es zur berücksichtigen gilt, werden daher einige Kapitel bewusst nicht vollumfänglich behandelt, da es hier weiteres Potential für wissenschaftliche Arbeiten gäbe.