Kargar, M. (2024). Mehrgeschossige Hofhäuser In Schiras (Iran) - ein Weg zur Entsiegelung [Diploma Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. https://doi.org/10.34726/hss.2024.118225
Der Klimawandel und die globale Erwärmung sind drängende Umweltprobleme von weltweiter Bedeutung. Besonders stark betroffen sind Regionen im Nahen Osten, wo die Auswirkungen des Klimawandels durch ein geringes Bewusstsein und eine mangelnde Priorisierung des Themas verschärft werden. Diese Arbeit untersucht die Entsiegelung als strategischen Ansatz zur Minderung der negativen Effekte des Klimawandels. Entsiegelung bezieht sich auf die Reduzierung versiegelter Flächen, die durch den Bau von Straßen, Parkplätzen und Gebäuden entstehen, sowie die Rückführung dieser Flächen in einen natürlichen Zustand.Ein zentraler Fokus liegt auf der Bewertung der Vorteile der Entsiegelung zur Reduzierung der städtischen Wärmeinsel-Effekte und zur Verbesserung der Umweltbedingungen. Versiegelte Flächen in städtischen Gebieten speichern Wärme und geben diese nur langsam ab, was zu erhöhten Umgebungstemperaturen führt. Diese Erhöhung der Temperaturen beeinflusst die Lebensqualität der Bewohner negativ, verursacht erhöhten Energieverbrauch für Klimaanlagen, gesundheitliche Probleme und verschlechtert das städtische Mikroklima.Die Arbeit entwickelt städtebauliche Konzepte, die darauf abzielen, die Nutzung von Autos zu minimieren und gleichzeitig die Lebensqualität in urbanen Räumen zu verbessern. Ein wesentlicher Ansatz ist die Schaffung von mehr Grünflächen und hochwertigen Freiräumen innerhalb der Städte. Parks, Gärten und Baumpflanzungen können nicht nur zur Reduzierung der Umgebungstemperaturen beitragen, sondern auch als Erholungsräume für die Bevölkerung dienen. Die Integration von Bäumen und Grünflächen verbessert die Luftqualität, senkt den Energieverbrauch und steigert das allgemeine Wohlbefinden der Bewohner.Zusätzlich zur Entsiegelung wird die Förderung erneuerbarer Energien behandelt. Der Einsatz von Solarenergie kann helfen, die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu reduzieren und die Treibhausgasemissionen zu verringern. Ein innovativer Vorschlag in der Arbeit ist die Verwendung von „Solarbäumen“, die sowohl Strom produzieren als auch Schatten spenden, um die Umgebungstemperaturen zu senken.Ein weiterer Aspekt der Arbeit ist die Überprüfung der aktuellen städtischen Architektur und Materialien. Viele Städte bestehen aus Kunststoff und grauen Wärmedämmungen, die wenig zur Verbesserung des städtischen Klimas beitragen. Die Arbeit schlägt alternative Materialien und Designstrategien vor, die besser isolieren und gleichzeitig ästhetisch ansprechend sind. Dies umfasst den Einsatz umweltfreundlicher Baustoffe und die Verbesserung der Gebäudeisolierung, um die Energieeffizienz zu erhöhen und den Wärmeverlust zu minimieren.Zusammenfassend entwickelt die Arbeit umfassende Strategien zur Bekämpfung der negativen Auswirkungen des Klimawandels in städtischen Gebieten des Nahen Ostens. Durch die Kombination von Entsiegelung, Förderung erneuerbarer Energien, Reduzierung der Autonutzung und der Schaffung von Grünflächen wird ein integrativer Ansatz vorgeschlagen, um die Lebensqualität in Städten zu verbessern und gleichzeitig die Umweltauswirkungen zu minimieren. Die Ergebnisse bieten wertvolle Einblicke in die nachhaltige Stadtentwicklung und können als Grundlage für zukünftige Planungs- und Implementierungsstrategien dienen.
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Climate change and global warming are pressing environmental issues of worldwide significance. Regions in the Middle East are particularly affected, where the impacts of climate change are exacerbated by relatively low awareness and inadequate prioritization of the issue. This study examines de-sealing as a strategic approach to mitigating the negative effects of climate change. De-sealing refers to the reduction of sealed surfaces caused by the construction of roads, parking lots, and buildings, and the restoration of these areas to their natural state.A central focus of the study is to evaluate the benefits of de-sealing in terms of reducing urban heat island effects and improving environmental conditions. Sealed surfaces in urban areas store heat and release it slowly, leading to increased ambient temperatures. This rise in temperature adversely affects residents' quality of life, resulting in higher energy consumption for air conditioning, health problems, and a general deterioration of the urban microclimate.The study develops urban planning concepts aimed at minimizing car use while simultaneously enhancing the quality of life in urban spaces. A key approach is the creation of more green spaces and high-quality open areas within cities. Parks, gardens, and tree planting can not only help reduce ambient temperatures but also serve as recreational spaces for the population. The integration of trees and green spaces can improve air quality, lower energy consumption, and increase residents' overall well-being.In addition to de-sealing, the study addresses the promotion of renewable energies. The use of solar energy can help reduce dependence on fossil fuels and thus lower greenhouse gas emissions. An innovative proposal in the study is the implementation of "solar trees," which both generate electricity and provide shade to reduce ambient temperatures.Another aspect of the study is the examination of current urban architecture and materials. Many cities are constructed with materials such as plastic and gray thermal insulation, which contribute little to improving the urban climate. The study suggests alternative materials and design strategies that provide better insulation while also being aesthetically pleasing. This includes the use of more environmentally friendly building materials and the enhancement of building insulation to increase energy efficiency and minimize heat loss.In summary, the study develops comprehensive strategies to address the negative impacts of climate change in urban areas of the Middle East. By combining de-sealing, renewable energy promotion, reduction of car use, and the creation of green spaces, an integrative approach is proposed to improve urban life quality while minimizing environmental impacts. The results provide valuable insights into sustainable urban development and can serve as a foundation for future planning and implementation strategies.