Pasler, M. (2024). 3D-Druck im Wohnbau : Vision oder Zukunft? [Master Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. https://doi.org/10.34726/hss.2024.123741
Die Historie des Bauens von Häusern reicht durch viele Zeitalter und Kulturen.Angefangen bei frühzeitlichen Bauwerken wie Höhlen oder Hütten, führt uns die Geschichte bis hin zur zeitgenössischen Architektur. Es ist über Jahrzehnte in vielen Entwicklungsschritten gelungen, sowohl Materialien, als auch Fertigungstechnologien Schritt für Schritt weiterzuentwickeln .Unser Zeitalter ist jedoch von Krisen geprägt, die es gilt, bestmöglich zu lösen. Neben der Klimakrise sind die wirtschaftlichen Auswirkungen der COVID 19 Pandemie und vorherrschender Kriege in vielen Wirtschaftszweigen deutlich zu spüren. Die Lage wird als ernst, aber nicht unlösbar eingeschätzt. Im Baugewerbe spürt man die wirtschaftlichen Herausforderungen vor Allem aber nicht zuletzt in einer sinkenden Auftragslage und steigenden Rohstoffpreisen, gepaart mit einem hohen Fachkräftemangel. Das Bewirtschaften und Bauen von Immobilien ist für mehr als ein Drittel der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich – davon entfällt etwa ein Drittel allein auf den Bau von Immobilien. Während bereits seit vielen Jahren an effizienten Lösungen zum nachhaltigen Bewirtschaften von Immobilien gearbeitet wird, schreiten die Innovationen in der Errichtung von Immobilien relativ langsam voran. Die additive Fertigung von Immobilien könnte hierbei eine Antwort auf viele dieser Problemstellungen sein. Durch automatisierte Prozesse in der Entstehung der Immobilien ist der Personalaufwand auf der Baustelle signifikant reduziert. Die Prozesse des 3D-Drucks bedienen sich dabei der Daten eines BIM-Modells und schaffen so eine hervorragende Verknüpfung in die digitale Planung des Gebäudes. Durch das selektive Verdrucken der mineralischen Werkstoffe ist es möglich, Wände je nach Grad der Belastung stabiler auszuführen. Es kann in Summe bis zu 60% Material eingespart werden.Außerdem spart der 3D-Druck von Immobilien einen signifikanten Anteil an Abfall ein – es wird nur so viel Material verdruckt, wie im jeweiligen Fall notwendig ist. Die Technologie entwickelt sich rasant weiter. Es sind bereits mehrere Großprojekte in Planung. Durch die stetige Weiterentwicklung des 3D-Drucks von mineralischen Werkstoffen und der Anzahl an realisierten Projekten, sind neben neuen Werkstoffen und Dämmlösungen auch sinkende Kosten zu erwarten. Die Vielfalt an bereits realisierten und in Planung stehender Projekte zeigt zudem das Potential der Technologie und die vielseitige Einsatzmöglichkeit.
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Abweichender Titel nach Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers