Noell, J. (2024). Räume teilen ohne Verzicht : über großzügiges und zukunftsfähiges Wohnen im Bestand [Diploma Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. https://doi.org/10.34726/hss.2024.118948
Die Menschen in Österreich leben zunehmend in Einpersonenhaushalten und auf einer stetig steigenden Wohnfläche. Zusätzlich umfasst der Wohnungsbestand unflexible Grundrisse vergangener Zeiten, die diese Problematik verstärken. Um den Bestand optimal nutzen zu können und dadurch den Verbrauch endlicher Ressourcen im Zuge von Neubauten zu reduzieren, unterbreitet diese Arbeit einen Lösungsvorschlag, der eine gemeinschaftliche und somit platz- bzw. ressourcenschonende Wohnform,sowie eine entsprechende Adaption des Wohnbaubestands umfasst. Gemeinschaftlich zu wohnen, bedeutet Räume zu teilen. Dies kann mit Verzicht auf Privatsphäre und Platz in Verbindung gebracht werden. Diese Bedürfnisse müssen gewahrt werden, um ein zukunftsfähiges Wohnen ohne Verzicht im adaptierten Wohnbaubestand anbieten zu können. Die vorliegende Arbeit geht deshalb der Frage nach, wie das Teilen von Räumen, als Adaption bestehender Wohnbaustrukturen, ein zukunftsfähiges Wohnen ohne Verzicht ermöglichen kann. Im ersten Schritt wurden die Phänomene Privatsphäre und Teilen theoretisch betrachtet. Anschließend wurden drei verschiedene Typologien des Wiener Wohnbestands einer Bestandsanalyse unterzogen. Anhand der spezifischen Problemfelder der drei Typologien wurde in Kombination mit der theoretischen Grundlage ein neues Wohnkonzept erarbeitet und im Rahmen des Entwurfs auf die Bestandstypologien angewendet. Die Gegenüberstellung der drei adaptierten Typologien zeigte unterschiedliche Chancen und Probleme. In allen Fällen konnte sich das neue Wohnkonzept jedoch als Bereicherung und realistischer Lösungsvorschlag präsentieren, der eine zukunftsfähige Umnutzung des Wohnbestandes bietet.
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In Austria, the number of single-person households is steadily rising, alongwith an increase in average living space per person. The housing stock,however, includes many old apartments with inflexible floor plans, whichexacerbates the issue. To optimize the use of existing living spaces andreduce demand for non-renewable resources needed for new construction,this thesis proposes a shared housing model which conserves space andresources, but also advocates for an adaptation of the existing housingstock.Shared housing means sharing space, which can be associated with a loss ofprivacy and personal space. To offer sustainable housing within modifiedhousing structures and without such sacrifices, these personal needsmust be preserved. This thesis explores how space-sharing, in the formof adaptations within existing housing structures, can enable sustainableliving without compromise.In the first step, the concepts of privacy and sharing were examinedtheoretically. Subsequently, three different typologies of Vienna’shousing stock were analysed. Based on the specific challenges of thesethree typologies, in combination with the theoretical findings, a housingmodel was developed and applied to the existing typologies, creating theframework for a design project.The comparison of the three adapted typologies revealed differentopportunities and challenges. However, in all cases, the new housingconcept proved to be a beneficial and realistic solution, offering asustainable approach to the repurposing of the existing housing stock.
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Abweichender Titel nach Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers