Traxler, J. (2024). Ex disinfezione : in between performing [Diploma Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. https://doi.org/10.34726/hss.2025.125949
Diese Arbeit widmet sich der Transformation des ehemaligen Krankenhauses Maddalena in Triest, das nach Teilabrissen als Symbol für den Zerfall der städtischen Bausubstanz steht. Triest, eine Stadt mit schrumpfender Bevölkerungszahl und zahlreichen verlassenen Gebäuden, kämpft mit einer zunehmenden Fragmentierung des urbanen Gefüges.Bei genauerer Betrachtung fehlt es, speziell in den Randbezirken, trotz des vielen Leerstandes fehlt es an öffentlichem Raum. Die Untersuchung konzentriert sich auf die Umnutzung der ehemaligen Desinfektionsgebäude des Komplexes, um einen Raum für Performance und Tanz zu schaffen, der als Treffpunkt für die Gemeinschaft dient. Ziel ist es, die sozialen und ästhetischen Möglichkeiten performativer Kunst als Instrument für sozialen Diskurs und Gemeinschaftsbildung zu erforschen. Durch die Schaffung von liminalen Räumen werden neue Perspektiven und Begegnungen ermöglicht und eine Alternative zu konventionellen öffentlichen Räumen dargestellt. Die theoretische Grundlage basiert auf Konzepten der Performativität, welche die fließenden Grenzen zwischen Darstellern und Publikum hervorheben und Raum für transformative Erfahrungen schaffen.Das Ergebnis verbindet so die historische Bedeutung des Ortes mit der dringenden Notwendigkeit, Gemeinschaft und Austausch im städtischen Kontext zu stärken. Öffentliche Räume können durch performative Ansätze weit mehr sein als reine Aufenthaltsorte. Performativität eröffnet eine Dimension, die Interaktion und sozialen Austausch aktiv fördert und Raum für neue Erfahrungen, Dialog und gemeinschaftliches Handeln schafft. Dadurch kann der öffentliche Raum als lebendiger Ort zur Entwicklung sozialer Beziehungen beitragen und eine Plattform für soziale Teilhabe und kulturelle Vielfalt bieten.
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This work is dedicated to the transformation of the former Maddalena Hospital in Trieste, which, after partial demolition, symbolises the decay of the city’s building structure. Trieste, a city with a shrinking population and numerous abandoned buildings, is struggling with an increasing fragmentation of the urban fabric.Even though there are many empty buildings, a closer look reveals a lack of public space, particularly in the outermost areas. The investigation focuses on the reuse of the complex’s former disinfection buildings into a performance and dance venue that also serves as a community meeting space. The aim is to explore the social and aesthetic possibilities of performative art as a tool for social discourse and community building. By creating liminal spaces, an alternative to traditional public spaces is offered, leading to new perspectives and interactions. The theoretical foundation is based on concepts of performativity, which emphasise the fluid boundaries between performers and audience and create space for transformative experiences.The result combines the historical significance of the site with the urgent need to strengthen community and exchange in the urban context. Through performative approaches, public spaces can be much more than just places to dwell. Performa- tivity opens up a dimension that actively promotes interaction and social exchange and creates space for new experiences, dialogue, and community action. In this way, public space can contribute to the development of social relationships and offer a platform for social participation and cultural diversity.
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Abweichender Titel nach Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers