Angesichts der Tatsache, dass meine Generation vor der entscheidenden Herausforderung einer Umweltkrise steht, und der Bausektor dazu einen großen Teil beiträgt, ist es für unsere Gesellschaft unvermeidlich, unser Verhältnis zur Natur zu überdenken, um eine nachhaltige Zukunft aufzubauen. Obwohl wissenschaftliche Experten den verheerenden Zustand unserer aktuellen Situation betonen, muss der Sinneswandel in den Köpfen der Menschen beginnen, um langfristige Entwicklungen herbeizuführen. Es scheint, dass die Lösung dieser Probleme hinsichtlich der Umwelt stark mit einem Anstieg technischer Innovationen verbunden ist, auch im Bausektor. Diese Arbeit jedoch, zielt auf einen anderen Ansatz nachhaltiger Architektur ab, einen Ansatz, der sich auf die Vertiefung der Beziehung zur Natur im Bewusstsein jedes Einzelnen Nutzers konzentriert, um Achtsamkeit für eine nachhaltige Zukunft zufördern. Architektur muss zwischen Mensch und Natur brücken bauen, vor allem in den Städten. Basierend auf der Forschungsfrage: "Wie kann urbane Wohnungsarchitektur zu einer nachhaltigen Beziehung zur Natur im Bewusstsein der Nutzer beitragen?", ist ein Austausch mit fremden Kulturen von entscheidender Bedeutung, da er dazu beiträgt, Gewohnheiten aufzubrechen und eine fruchtbare Grundlage für neue Perspektiven schafft. Aufgrunddessen wird die einzigartige Beziehung zur Natur in der japanischen Kultur in einem urbanen Wohnkontext analysiert, von der Vergangenheit in Kyoto (kyomachiya) bis zur Gegenwart in Tokio. Auf dieser theoretischen Grundlage aufbauend, wird ein Entwurf für den Dachausbau eines Wiener Wohnhauses die Vision eines Gebäudes visualisieren, das den Wert der Natur durch die Architektur fördert.
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Due to the fact that my generation is facing the crucial challenge of fighting an environmental crisis, and the knowledge of the building sector being a huge part of it, it is inevitable for our society to rethink our relationship with nature for building a sustainable future. Even if scientific experts emphasize the devastating status of our situation, change needs to start in people's minds to create long-term effects. It seems that the solution to environmental problems is strongly linked to an increase of technical innovations, also in the building sector. However, this thesis is aiming for another approach in sustainable architecture, an approach which focuses on the deepening of the relationship between nature and the user's mind as a fertile ground for generating mindfulness for a sustainable future. Architecture needs to build bridges between humanity and nature especially in cities, not excluding it. Focusing on the research question "How can architectural urban residential design contribute to a sustainable relationship between nature and the user's minds?", an exchange with foreign cultures is vital, since it contributes to breaking up habits and builds a nutritious basis for generating new perspectives. Therefore, the unique relationship to nature in Japanese culture will be analyzed in an urban residential context, reaching from the past in Kyoto (kyo-machiya) to the present in Tokyo. Following this theoretical foundation, a proposed design for a Viennese residential loft conversion will visualize the vision of a building promoting the value of nature through architectural design.