Werni, K. (2025). Urbane Hitzeinseln : nachhaltive Maßnahmen zur Milderung von innerstädtischen Hitzeinseln am Beispiel des Wiener Naschmarktparkplatzes [Diploma Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. https://doi.org/10.34726/hss.2025.130165
Am Wiener Naschmarkt besteht eine Parkplatzfläche, die künftig Fußgänger:innen und Radfahrer:innen zur Verfügung stehen soll. Die Umgestaltung des Parkplatzes soll außerdem den angrenzenden Landesparteienplatz miteinbeziehen. Diese beiden Flächen zwischen den beiden Wienzeilen heizen sich in den Sommermonaten sehr stark auf und bilden eine der problematischsten Hitzeinseln Wiens. Daher liegt der Fokus der geplanten Umgestaltung darauf, den thermischen Komfort in diesem Gebiet zu verbessern. Zur Realisierung dieses Projekts wurde ein Architekturwettbewerb veranstaltet – die Sieger:innen stehen bereits fest.Im Rahmen dieser Diplomarbeit wird ein Entwurf unter dem Schlagwort „Grüne Stadt“, als Alternative zu diesem Sieger:innen-Projekt erarbeitet. „Grüne Stadt“ einerseits, weil das Auflösen der Parkplatzfläche selbst bereits als kleiner Schritt in Richtung autofreie Stadt verstanden werden kann. Andererseits sind die dem Klimawandel geschuldeten zunehmenden Temperaturen einer der zentralen Motivationsgründe für dieses Projekt. Und auch das allgemeine Anliegen, das Areal großzügig zu entsiegeln und zu begrünen, spielt ins Konzept der „Grünen Stadt“. Daher sollen die Themen Nachhaltigkeit, thermischer Komfort und Begrünung im Kontext dieses Projektes näher untersucht werden und in die Ausarbeitung des Entwurfes miteinfließen. Das Pflanzen eines großzügigen Baumbestandes im Projektgebiet ist allerdings problematisch, da sich der gesamte Bauplatz über dem Gewölbe des Wienflusses befindet. Zum Thema Begrünung werden daher alternative Möglichkeiten untersucht, um den Mangel an gut bepflanzbarem Untergrund zu kompensieren.Referenzprojekte, die Nachhaltigkeit, Begrünung und thermischen Komfort thematisieren, dienen als Grundlage zur Ausarbeitung dieses Entwurfs. Architektonische Konzepte und Elemente dieser Projekte fließen in den Entwurf mit ein, unter der Annahme, dass sie auch am Wiener Naschmarkt eine positive Wirkung zeigen. Im Anschluss wird der Entwurf mittels computergestützter Programme hinsichtlich des thermischen Komforts und der Lebenszyklusbilanz analysiert und evaluiert. Die Analysen zeigen, dass dieser Entwurf im Wesentlichen die angestrebten Zwecke durchaus gut erfüllt, wobei die Lebenszyklusbilanz wohl besser ausfallen könnte, wenn die Einschränkung der Verwendung von Baustahl in der Planung eine höhere Priorität gehabt hätte.
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At Vienna’s Naschmarkt, there is a parking area that is intended to be transformed into a space for pedestrians and cyclists. The redesign of the parking lot will also involve the adjacent Landesparteienplatz. These two areas in between the two Wienzeilen roads heat up significantly during the summer months and are among the most problematic heat islands in Vienna. Therefore, the focus of the planned redesign is to improve the thermal comfort in this area. To realize this project, an architectural competition was held – the winners have already been selected.As part of this thesis, a design under the central theme “Green City” is being developed as an alternative to the winning project. “Green City” refers, on the one hand, to the fact that the removal of the parking lot itself can already be seen as a small step toward a car-free city. On the other hand, the increasing temperatures caused by climate change are one of the central motivations for this project. The general aim to unseal and bring more greenery to the area also aligns with the concept of a “Green City.” Therefore, the themes of sustainability, thermal comfort, and greening will be examined in the context of this project and integrated into the design. However, planting a substantial number of trees in the project area is problematic because the entire site lies above the vault of the Wienfluss river. Therefore, alternative methods for greening are being explored to compensate for the lack of plantable ground.Reference projects that focus on sustainability, greenery, and thermal comfort are used to inform the development of the design. Architectural concepts and elements from these projects are integrated into the design, with the assumption that they will also have a positive impact at the Vienna Naschmarkt. Subsequently, the design is analyzed and evaluated using computer-based programs in terms of thermal comfort and life cycle assessment. The analyses show that the design largely achieves its intended goals well, although the life cycle assessment could likely be improved if the avoidance of construction steel had been given higher priority in the planning phase.
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Abweichender Titel nach Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers