Mika, S., & Lederer, J. (2025). Getrennte Sammlung und Rückgewinnung von Aluminium aus Siedlungsabfällen. In Österreichische Abfallwirtschaftstagung 2025 : Postersession : Book of Abstracts (pp. 40–40). http://hdl.handle.net/20.500.12708/216312
Aluminium ist ein häufig verwendetes Metall, was auf seine vielfältigen Eigenschaften wie
geringe Dichte, metallische Duktilität, elektrische und thermische Leitfähigkeit,
Korrosionsbeständigkeit sowie Licht- und Gasundurchlässigkeit zurückzuführen ist. Diese
Eigenschaften führen zu einer breiten Anwendung in der Bauindustrie, Automobilindustrie,
Elektronik und Verpackungsindustrie. Insbesondere letztere erzeugt große Mengen an
Post-Consumer-Abfällen aus Aluminium, die in lokale Siedlungsabfallwirtschaftssysteme
gelangen.
Diese
Studie
untersucht
die
Aluminiumflüsse
im
Siedlungsabfallwirtschaftssystem der Stadt Wien. Die Forschungsfragen lauten:
Welche Netto-Mengen an Aluminium werden derzeit getrennt gesammelt?
Welche Netto-Mengen an Aluminium werden derzeit aus den
Müllverbrennungsaschen rückgewonnen?
Welche Netto-Mengen an Aluminium gehen in der Müllverbrennung verloren?
Welche Netto-Mengen an metallischem Aluminium werden über die
Rückstände der Aschenaufbereitung und die Flugaschen deponiert?
Die Ergebnisse zeigen, dass jährlich 1,300 t/a Aluminium getrennt gesammelt werden,
während 6,600 t/a über den gemischten Siedlungsabfall und 400 t/a über den Sperrmüll
in die Müllverbrennung eingebracht werden. Davon gelangen 490 t/a in die Flugaschen
und 6,000 t/a in die Bett- und Rostaschen der Müllverbrennungsanlagen (MVA). Die
durchschnittliche Aluminium-Verlust in der MVA beträgt 7%, wobei der Verlust in
Rostfeuerungsanlagen höher ist (9%) als in der stationären Wirbelschichtanlage (2%). Aus
den Bett- und Rostaschen werden derzeit 4,000 t/a Aluminium rückgewonnen, während
2,000 t/a über die Aschenaufbereitungsrückstände deponiert werden. Dies entspricht 24%
gesamten Aluminiumeintrages in das Siedlungsabfallwirtschaftssystem. Insgesamt
werden 63% des Aluminiums rückgewonnen, was über dem EU-Recyclingratenziel für
2030 liegt, welches für die Mitgliedsstaaten gilt. Somit erfüllt die Stadt Wien schon derzeit
ihren Beitrag zur Erreichung dieses Ziels. Insbesondere die Rückstände der
Aschenaufbereitung enthalten noch relevante Mengen an Aluminium, die derzeit noch
nicht rückgewonnen werden können. Diese Studie liefert wichtige Erkenntnisse über die
Effizienz und Herausforderungen der Aluminiumrückgewinnung im städtischen
Siedlungsabfallwirtschaftssystem.
de
Project title:
Christian Doppler Labor für Design und Bewertung einer effizienten, recyclingbasierten Kreislaufwirtschaft: CD-Labor für Recyclingbasierte Kreislaufwirtschaft (Christian Doppler Forschungsgesells)