Aigner, M. (2025). Ressourceneffiziente Sanierung von Bestandsbauten der 1950er Jahre : vergleichende Analyse der Kreislauffähigkeit und Ökoeffizienz verschiedener baulicher und energetischer Szenarien [Diploma Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. https://doi.org/10.34726/hss.2025.130381
In Österreich werden jährlich zahlreiche neue Wohnbauten errichtet, da der Bedarf an Wohnraumaufgrund der steigenden Bevölkerungszahl immer weiter zunimmt. Der Fokus liegt dabei zum großen Teil auf Neubauten, da diese den entsprechenden Standards und Ansprüchen leichter gerecht werden. Alles kann von Grund auf konzipiert werden, wie es der Planer oder Bauträger möchte. Der Bewegungsspielraum auf der grünen Wiese ist dementsprechend riesig. Doch hält diese Gangart für die nächsten Jahrzehnte an, wird man bald keine grüne Wiese mehr zur Verfügung haben. Um das zu verhindern, könnte man auf einen großen Grundstamm an Bestandsgebäuden in Österreich zurückgreifen. Die Problemstellungen und Herausforderungen,welche bei einer Bestandssanierung auftreten, werden in dieser Arbeit behandelt.Im Rahmen des Forschungsprojekts „Re-Design“ des Hoch- und Industriebauinstituts an der Technischen Universität Wien wird versucht für Bestandsgebäude aus unterschiedlichen Zeitepochen, ressourceneffiziente Sanierungskonzepte anhand von Fallstudien zu entwickeln. In dieser Arbeit wird genauer auf Bestandsgebäude aus den 1950er Jahre eingegangen. Dabei wirdein Bestandsgebäude aus dem dritten Wiener Gemeindebezirk als Fallstudie herangezogen.Neben einer ausführlichen Analyse des bestehenden Gebäudes werden insgesamt drei Sanierungsszenarien entwickelt. Der Fokus dabei wird auf die Kreislauffähigkeit und Ökoeffizienz der verwendeten Materialien und verschiedene energetische Maßnahmen gelegt. Die Szenarien unterscheiden sich dabei in der Größe des Eingriffs. Somit werden die drei Szenarien unter den Bezeichnungen LOW, MEDIUM und HIGH angeführt.Die Idee hinter dieser Aufteilung ist, der Nutzerin oder dem Nutzer dieser Fallstudie ein breites Angebot zu bieten, welches auf die unterschiedlichen Gegebenheiten von anderen Bauwerken anwendbar ist. Neben den Ausarbeitungen der thermischen und energetischen Maßnahmen,werden auch gleichzeitig Bewertungskriterien ausgearbeitet um dem Leser auch den späteren Effekt der Maßnahmen darzustellen.Diese Arbeit soll also neben den ausgearbeiteten Ideen auch als eine Art Tool für zukünftige Sanierungsprojekte dienen. Denn durch die Analyse des Bestandsgebäudes, und den ausgearbeiteten Szenarien, sollte es den späteren Nutzerinnen und Nutzern möglich sein, die Ergebnisse dieser Fallstudie auf das eigene Bauprojekt bzw. die eigene Gebäudesanierung zu projizieren.
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Tens of thousands of new residential buildings are constructed in Austria every year, as the demand for living space continues to rise due to the increasing population. The focus here is largely on new buildings, as these more easily meet the relevant standards and requirements.Everything can be designed from the ground up as the planner or developer wishes. The scope for movement on greenfield sites is therefore huge. But if this pace continues for the next few decades,there will soon be no more greenfield sites available. In order to prevent this, one could fall back on a large base of existing buildings in Austria. The problems and challenges that arise when refurbishing existing buildings are addressed in this paper.As part of the “Re-Design” research project of the Institute of Building and Industrial Construction at the Vienna University of Technology, an attempt is being made to develop resource-efficientrefurbishment concepts for existing buildings from different eras on the basis of case studies. Inthis work, existing buildings from the 1950s are examined in more detail. An existing building from the third district of Vienna is used as a case study.In addition to a detailed analysis of the existing building, a total of three refurbishment scenarios are developed. The focus is placed on the recyclability and eco-efficiency of the materials used and various energy-related measures. The scenarios differ in the extent of the intervention. The three scenarios are therefore referred to as LOW, MEDIUM and HIGH.The idea behind this division is to offer the user of this case study a wide range of options that can be applied to the different conditions of other buildings. In addition to the elaboration of the thermal and energy measures, evaluation criteria are also developed at the same time in order to show the reader the subsequent effect of the measures.In addition to the ideas developed, this work should also serve as a kind of tool for futurere furbishment projects. This is because the analysis of the existing building and the scenarios developed should enable future users to project the results of this case study onto their own construction project or building refurbishment.