Ruppert, M. (2025). Die Handwerkergasse der Kathedralen aus Eisen [Diploma Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. https://doi.org/10.34726/hss.2025.126028
Handwerkergasse; Revitalisierung; Bauen im Bestand; Industriedenkmal; Luxemburg
de
Handwerkergasse; Revitalization; Building in Existing Structures; Industrial Monument; Luxembourg
en
Abstract:
Die Diplomarbeit „Handwerkergasse der Kathedralen aus Eisen“ befasst sich mit dem Umgang des industriellen Erbes in Luxemburg anhand der Handwerkergasse in Esch-sur-Alzette. Die Handwerkergasse, auf Luxemburgisch Handwierkergaass genannt, wurde ab 1880 neben dem Stahlwerk Terres Rouges errichtet und im Zuge der aufblühenden Eisen- und Stahlindustrie sukzessive erweitert. Durch eine umfassende Aufarbeitung, angefangen beim Ursprung der Stahlindustrie, ihrer Blütezeit und des Niedergangs der Stahlwerke wird die historische Bedeutung für die Stadt und das Land herausgearbeitet. Die städtebauliche Analyse ergänzt die Untersuchung, indem sie die Verortung der Handwerkergasse im heutigen Kontext, zwischen einem neu geplanten Bahnhof und den Terres Rouges, einem Neuentwicklungsgebiet für über 3.000 BewohnerInnen, beleuchtet und deren städtebauliches Potenzial aufzeigt. Diese zentrale Lage macht die Handwerkergasse zu einem neuen bedeutenden Knotenpunkt der Stadt. Die städtebauliche Transformation bildet den Ausgangspunkt für den zweiten Schwerpunkt der Arbeit: die sensible Revitalisierung der Handwerkergasse auf Basis eines architektonischen Entwurfs.Der architektonische Entwurf setzt diese Erkenntnisse um und untersucht, wie die Handwerkergasse unter Berücksichtigung konservatorischer Maßnahmen wieder belebt und zugänglich gemacht werden kann. Ziel ist es, ihre ursprüngliche Funktion als Ort des Handwerks wiederherzustellen, indem Werkräume als zentrale Elemente des neuen Stadtzentrums integriert werden. Dabei soll die Revitalisierung nicht nur einen kulturellen und sozialen Mehrwert für die BewohnerInnen bieten, sondern auch die Wertschätzung für das industrielle Erbe und das Handwerk stärken. Die Arbeit beleuchtet, wie die Handwerkergasse als lebendiger Bestandteil des neuen Stadtzentrums zur Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft werden kann. Ein Ort, an dem Geschichte spürbar bleibt und neues Leben erwacht.
de
The Master's thesis „The artisan street of the iron cathedrals” explores the handling of industrial heritage in Luxembourg, focusing on the artisan street of the Terres Rouges in Esch-sur-Alzette. Known in Luxembourgish as the Handwierkergaass, this building began to take shape in 1880 and was gradually extended during the heyday of iron and steel production.Its historical significance to the city and the country is highlighted through a close examination of the beginnings of the steel industry, its peak and the decline of the steelworks.The urban analysis complements this study by locating the street in its contemporary context between a newly planned railway station and the Terres Rouges, a redevelopment area designed for over 3,000 inhabitants and by highlighting its urban potential.This central location positions the artisans' street as a potentially significant hub within the city. Its urban transformation serves as the starting point for the second focus of the thesis: the sensitive revitalisation of the artisan street through an architectural design.The architectural design builds on these findings and explores how the artans’s street can be revitalised and made accessible while respecting conservation measures. The aim is to restore its original function as a place of craftsmanship by integrating the workshops as central elements of the new urban core. The revitalisation will not only provide cultural and social value to the residents but will furthermore strengthen the appreciation of industrial heritage and craftsmanship.The thesis explores how the artisans' street can become a vibrant part of the new city centre, a bridge between past and future, a place where history remains palpable and new life emerges.
en
Additional information:
Abweichender Titel nach Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers