Magyar, N. (2025). Resiliente Architektur in der Klimakrise : temporäre Notunterkünfte für extreme Hitzetage [Diploma Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. https://doi.org/10.34726/hss.2025.119968
Extreme Hitzeereignisse sind eine Folge des Klimawandels und haben weltweit starke negative Auswirkungen auf Gemeinschaften und Ökosysteme. Die Antworten und Gegenmaßnahmen auf die Hitzekrise unterscheiden sich je nach Land, da bisher keine einheitliche Strategie zur Anpassung an extreme Temperaturen existiert. Trotz bestehender Forschungsergebnisse und Erkenntnisse über die Dringlichkeit notwendiger Maßnahmen werden diese oft nicht schnell genug umgesetzt. Die Konsequenzen sind eine zunehmende hitzebedingte Sterblichkeit sowie steigende Gesundheitsrisiken, insbesondere in städtischen Gebieten. Diese Diplomarbeit untersucht, wie traditionelle Architektur auf extreme Klimabedingungen reagiert und welche Prinzipien sich für moderne Lösungen ableiten lassen. Im Fokus steht die Entwicklung einer mobilen Hitzenotunterkunft, einer flexiblen, ortsunabhängigen Struktur, die speziell für die heißesten Tage konzipiert ist. Zwar wird Wien als Referenzort betrachtet, doch das Konzept ist so gestaltet, dass es an verschiedenen Orten mit ähnlichen klimatischen Bedingungen anwendbar bleibt. Viele traditionelle Bauweisen wurden über Jahrhunderte an extreme Wetterbedingungen angepasst. Besonders die Architektur in heißen und feuchten Regionen zeigt bewährte Strategien zur passiven Kühlung und Luftzirkulation. Diese Prinzipien dienen als Ausgangspunkt für die Entwicklung eines klimatisch resilienten Schutzraums, der einfache Konstruktion mit wirksamen passiven Kühltechniken kombiniert. Durch die Analyse dieser traditionellen Strategien entsteht ein Schutzraum für die heißesten Sommerwochen, der menschenwürdige Bedingungen außerhalb urbaner Hitzezonen bietet. Das Konzept fokussiert sich auf eine krisensichere, leicht aufzubauende mobile Struktur, deren Kühlmechanismen von bewährten traditionellen Bauweisen inspiriert sind.
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Extreme heat events are a consequence of climate change and have severe negative impacts on communities and ecosystems worldwide. Responses and countermeasures to the heat crisis vary from country to country, as no unified strategy for adapting to extreme temperatures has yet been established. Despite existing research and awareness of the urgency of necessary measures, implementation is often too slow. As a result, heat-related mortality and health risks are increasing, particularly in urban areas.This thesis examines how traditional architecture has adapted to extreme climatic conditions and what principles can be applied to modern solutions. The focus is on developing a mobile heat shelter, a flexible, location-independent structure designed specifically for the hottest days. Although Vienna is used as a reference location, the concept is designed to remain applicable in other places with similar climatic conditions.Many traditional building techniques have been refined over centuries to withstand extreme weather conditions. Particularly in hot and humid regions, vernacular architecture offers well-proven strategies for passive cooling and natural ventilation. These principles serve as the foundation for designing a climate-resilient shelter that combines simple construction with effective passive cooling techniques.By analyzing these traditional strategies, this project develops a shelter for extreme summer heat, providing dignified conditions outside urban heat zones. The concept focuses on a crisis-resistant, easily deployable mobile structure whose cooling mechanisms are inspired by traditional architectural solutions