Wimmer, G. (2025). Mikro-Interventionen und ihr Einfluss auf die Stadtentwicklung : ein utopischer Ansatz [Diploma Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. https://doi.org/10.34726/hss.2025.127447
E260 - Institut für Städtebau, Landschaftsarchitektur und Entwerfen
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Date (published):
2025
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Number of Pages:
68
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Keywords:
Mikro-Interventionen; Stadtentwicklung
de
Micro-interventions; urban development
en
Abstract:
Diese Arbeit untersucht Mikro-Interventionen als wirkungsvolle Impulse inder Stadtentwicklung. Ausgehend von beruflichen, universitären und persönlichen Erfahrungen reflektiert sie bisher wenig beachtete, aber entscheidende Faktoren, die urbane Prozesse beeinflussen, wie etwa zwischenmenschliche Dynamiken, informelle Gesten und situative Bedingungen.Städtische Räume werden als komplexe Systeme verstanden, in denen zahlreiche Akteur*innen, Prozesse und Infrastrukturen interagieren. Aufbauend auf der Chaostheorie wird argumentiert, dass Mikro-Interventionen als kleine Impulse großen Einfluss auf diese Systeme haben können, wenn sie unter passenden Rahmenbedingungen erfolgen. Infolgedessen wird ein Verständnis von Planung und Stadtentwicklung gezeichnet, das über gängige Praktiken hinausgeht.Formal ist die Arbeit als Sammlung von neun Kurzgeschichten gestaltet, inspiriert von Alan Lightman‘s Und immer wieder die Zeit. Jede Geschichte variiert Art, Kontext und Wirkung der Interventionen. Konstante Bühne ist die Rue de Manchester in Molenbeek-Saint-Jean, Brüssel.Durch literarische Verfremdung ermöglicht die Arbeit eine reflektierende Annäherung und Kritik an realen städtischen Praktiken und formuliert zugleichein Plädoyer für eine empathische, nicht-lineare, ko-kreative Stadtentwicklung.
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This work explores micro-interventions as powerful impulses in urban development.Drawing on professional, academic, and personal experiences, it reflects on often-overlooked yet crucial factors that influence urban processes,such as interpersonal dynamics, informal gestures, and situational conditions.Urban spaces are understood as complex systems in which numerous actors,processes, and infrastructures interact. Building on chaos theory, the argumentis made that micro-interventions, as small impulses can have a significant impact on these systems when they occur under suitable conditions. Asa result, the work proposes a conception of planning and urban development that goes beyond conventional practices. Formally, the work is structured as a collection of nine short stories, inspired by Alan Lightman’s Einstein’s Dreams. Each story varies in the type, context, and effect of the interventions.The constant stage is the Rue de Manchester in Molenbeek-Saint-Jean,Brussels.Through literary estrangement, the work enables a reflective engagement with and critique of real urban practices, while simultaneously advocating for an empathetic, non-linear, and co-creative approach to urban development.