Devai, B. (2025). Waldbach 2.0_ : für ein inklusives Leben im ländlichen Raum [Diploma Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. https://doi.org/10.34726/hss.2025.127602
Architektur- und Raumwahrnehmung; Nachnutzung erhaltenswerter Gebäude; Menschen mit Behinderungen
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architectural and spatial perception; repurposing of valuable structures; people with disabilities
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Abstract:
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Erarbeitung und Gestaltung einer alternativen sozial inklusiven Wohnform für Menschen mit Behinderungen. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt auf der Festlegung von Ankerpunkten in Form von Eigenschaften sozial inklusiver Raum- und Architekturwahrnehmung. In leichter Sprache also auch barrierefrei verständlich für Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen kann Inklusion mit den Sätzen „Alle Menschen können überall dabei sein.“, „Alle Menschen können überall mitmachen.“, „Kein Mensch wird ausgeschlossen.“ (Aktion Mensch - Was ist Inklusion: https://www.aktion-mensch.de/leichte-sprache abgerufen am 08.05.2024) beschrieben werden. Dabei lautet die Hypothese zur Raumgestaltung, dass jedes Gebäude eine Fülle an sozial konnotierten Eigenschaften erfüllt und somit entsprechend der Eigenschaften seiner Nutzer und seiner Nutzung entworfen und gestaltet werden muss. Anhand bestehender Wahrnehmungstheorien in der Architektur- und Raumwahrnehmung werden diese Eigenschaften im architektonischen Kontext analysiert und im Entwurf umgesetzt. In den städtischen Bereichen Österreichs, insbesondere in Wien, sind inklusive Wohnkonzepte für Menschen mit Behinderungen in zunehmender Fülle und Variation zu finden. Im ländlichen Raum herrscht diesbezüglich ein vergleichsweiser Mangel während gleichzeitig die Leerstände auch größerer Gebäudekonglomerate, insbesondere im landwirtschaftlichen Kontext zunehmen. „Waldbach 2.0" bietet mit seiner Situierung in einem ehemals landwirtschaftlich genutzten offenen Vierkanthof im steirischen Wechselland sowohl eine sinnvolle Nachnutzung erhaltenswerter Gebäude als auch die Möglichkeit zur Entscheidung für Menschen mit Behinderungen im Sinne einer freien und gleichberechtigten Wahl ihres Aufenthaltsortes für ein inklusives Wohnen und Leben auch im ländlichen Raum.
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This diploma thesis focuses on the development and design of an alternative socially inclusive housing model for people with disabilities. The work emphasizes defining key aspects in the form of characteristics that foster socially inclusive spatial and architectural perception. In simple, accessible language for people with cognitive impairments, inclusion can be summarized as: “Everyone can participate everywhere,” “Everyone can join in everywhere,” and “No one is excluded.”(Aktion Mensch - Was ist Inklusion: https://www.aktion-mensch.de/leichte-sprache abgerufen am 08.05.2024, sinngemäß übersetzt von der Verfasserin)The central hypothesis for spatial design posits that every building possesses a variety of socially connoted characteristics and must, therefore, be designed and created in alignment with the attributes of its users and intended purposes. Using existing theories of architectural and spatial perception, these characteristics are analyzed within an architectural context and incorporated into the design process.In urban areas of Austria, particularly Vienna, inclusive housing concepts for people with disabilities are becoming increasingly diverse and abundant. However, in rural areas, there is a notable lack of such concepts, despite the growing prevalence of vacant buildings, including large building complexes, particularly within agricultural settings.The “Waldbach 2.0” project, situated in a former agricultural four-sided courtyard in the Styrian Wechselland region, demonstrates a meaningful repurposing of valuable structures. It simultaneously provides people with disabilities the opportunity to make free and equitable choices about their place of residence, enabling inclusive living in rural areas.
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Additional information:
Abweichender Titel nach Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers