Graßl, A. (2025). Bedarfsverkehre in Erreichbarkeitsanalysen – Analysetools im Vergleich [Diploma Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. https://doi.org/10.34726/hss.2025.135768
Der steigenden Relevanz von Bedarfsverkehren gegenüber steht das aktuell überschaubare Feld an Tools für Erreichbarkeitsanalysen, welche diese abbilden können. Zielsetzung dieser Arbeit ist daher die Ermittlung, welches der verfügbaren Fahrplandatenformate und Analysetools am besten für Durchführung von Erreichbarkeitsanalysen mit Bedarfsverkehren geeignet ist und welche Möglichkeiten der Datenstandard GTFS-Flex hierbei bietet. Hierzu wurden die Standards NeTEx, HRDF, DINO und GTFS-Flex auf theoretischer Ebene analysiert und verfügbare Tools für Erreichbarkeitsanalysen systematisch gegenübergestellt. Mit OpenTripPlanner 2 in Verbindung mit OTP travel time matrix sowie R5 mit R5py wurden zwei der verbreitetsten und am besten dokumentierten Tools anhand eines praktischen Anwendungsbeispiels am Bediengebiet des On-Demand-Systems NÖVOG Flex Mostviertel West miteinander verglichen. Für dieses wurden exemplarisch drei multikriterielle und sozial differenzierte Erreichbarkeitsindikatoren gebildet und deren Berechnung mit den beiden Analysetools im Hinblick auf Bezug und Dokumentation, Setup, Durchführung und Ergebnisse im Detail untersucht. GTFS, NeTEx, HRDF und DINO unterstützen die Einbindung von Bedarfsverkehren und sowohl bei GTFS und NeTEx als auch in deren zentralen Datengrundlage, DASS, wurde diese in Österreich auch implementiert. Im praktischen Anwendungsbeispiel mit OpenTripPlanner 2 konnten unter Verwendung des GTFS-Flex-Feeds keine plausiblen Indikatorwerte berechnet werden. Mit NeTEx-Daten war kein Aufbau eines Routinggraphen möglich und R5 unterstützt derzeit allgemein keine Bedarfsverkehre. Im Rahmen der Arbeit wurden insgesamt deutliche Defizite bei der Umsetzbarkeit von Erreichbarkeitsanalysen mit Bedarfsverkehren am Beispiel Österreichs identifiziert, mögliche Ursachen hierfür diskutiert und Ansätze für weiterführende Forschung dargelegt.
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Despite the increasing relevance of demand-responsive transit (DRT), the current range of available tools capable of integrating these in accessibility analyses remains limited. This study therefore aims to determine which of the available schedule data formats and tools for accessibility analyses are best suited for incorporating DRT and to evaluate the potential of the GTFS-Flex standard in this context. To this end, NeTEx, HRDF, DINO and GTFS-Flex as data standards were analyzed at a theoretical level and available tools for accessibility analyses were compared systematically. Evaluating OpenTripPlanner 2 combined with OTP travel time matrix as well as R5 using R5py, two of the most widely used and best documented tools were compared through a practical application to the DRT system NÖVOG Flex Mostviertel West. Three exemplary and socially differentiated multi-criteria accessibility indicators were therefore modeled in order to compare their calculation in detail using both analysis tools and regarding acquisition and documentation, setup, implementation and results. GTFS, NeTEx, HRDF and DINO theoretically support the integration of DRT and Austrian NeTEx- and GTFS-Flex feeds as well as their central data source DASS already include these services. Using GTFS-Flex data, OpenTripPlanner 2 was unable of generating plausible indicator values. Regarding NeTEx data, no routing graph could be built. R5 does not support any schedule feeds incorporating DRT to date. This study identifies substantial deficits regarding accessibility analyses incorporating DRT using the Austrian example, discusses potential causes and states approaches for future research.
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