Kubica, N. K. (2025). Ein Zinshaus im Herzen von Lodz zwischen Vergangenheit und Gegenwart. [Diploma Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. https://doi.org/10.34726/hss.2025.113911
Stadthaus; Stadtverdichtung; Dachausbau; Entwurf; Wien
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city house; urban densification; attic conversion; design; vienna
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Abstract:
Die Stadt Lodz, die viertgrößte Stadt in Polen nach der Einwohnerzahl, spielte viele Jahre lang eine Schlüsselrolle als Zentrum der Textil- und Industrieproduktion. Die Entwicklung der Stadt basierte hauptsächlich auf dem Bau von Fabriken und Textilbetrieben, die das Grundgerüst ihrer städtischen Struktur bildeten. Abgesehen davon war das Zentrum der Stadt war die Piotrkowska Straße. Ursprünglich als Handelsroute betrachtet, wandelte sie sich schnell zum kulturellen Herz und zum prestigeträchtigsten Ort, an dem die schönsten Gebäude und Residenzen errichtet wurden, welche die Passanten erfreuten. Die Geschichte der Stadt und ihr charakteristisches Stadtbild wurden drastisch durch die Ereignisse des Zweiten Weltkriegs und aufgrund von politischen Veränderungen beeinflusst, die darauf abzielten, die Spuren des Kapitalismus zu verwischen, dessen Symbol die Bebauung der Piotrkowska Straße aus dem 19. Jahrhundert war. Nichtsdestotrotz hatte der Zusammenbruch der Industrie in den 1990er Jahren den größten Einfluss auf sowohl die Hemmung der Stadtentwicklung als auch die Architektur, was zum Verfall vieler Gebäude im Stadtzentrum führte. Das Ziel dieser Arbeit ist es, die Geschichte der Zinshäuser in der Piotrkowska-Straße darzustellen, die Veränderungen, die im Laufe von zwei Jahrhunderten in dieser besonderen städtischen Hauptstraße stattgefunden haben, zu umreißen. Anschließend ist es ein wesentlicher Punkt, einen Entwurf vorzuschlagen, der anstelle eines Zinshauses stehen würde, das Opfer der postindustriellen Landschaft wurde und zu seinem Abriss führte. Die Analyse des Fassadenthemas als das Element, welches am stärksten auf die Umgebung und die menschlichen Emotionen einwirkt, ermöglichte die Entwicklung eines Projekts, das Vergangenheit und Gegenwart verbindet und die Geschichte und das Erbe der Piotrkowska-Straße im zeitgenössischen Kontext fortsetzt.
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The city of Lodz, the fourth largest city in Poland in terms of population, has played a crucial role for many years as a center of textile and industrial production. The citys development was primarily based on the construction of factories and textile mills, which formed the foundation of its urban structure. However, the central point of the city became Piotrkowska Street. Initially treated as a trade route, it quickly transformed into the cultural heart and most prestigious place, where the most beautiful tenement houses and residences were erected, pleasing the eyes of passersby. However, the history of the city and its characteristic landscape were dramatically altered by the events of World War II. Political changes aimed at erasing traces of capitalism, symbolized by the 19th century development of Piotrkowska Street. Nevertheless, the most significant impact on the citys development and its architecture was the collapse of industry in the 1990s, leading to the decline of many tenement houses in the city center. The aim of this study is to present the history of tenement houses on Piotrkowska Street, outline the changes that have occurred over two centuries of the existence of this unique urban artery, and then propose a project that would stand in place of a tenement house that has turned into the victim of the postindustrial landscape, contributing to its demolition. Moreover, the analysis of the facade theme as the element which influenced the environment as well as human emotions the most allowed for the creation of a project that connects the past with the present, combining the history and heritage of Piotrkowska Street in a contemporary context.
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