Zeiser, C. (2025). Processes in hybrid teams : analyzing the relationship between availability and team performance [Diploma Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. https://doi.org/10.34726/hss.2025.79245
Diese Diplomarbeit untersucht, wie die wahrgenommene Verfügbarkeit von Teammitgliedern auf die Teamleistung in hybriden Arbeitsumgebungen zusammenhängt und ob diese Beziehung durch Kommunikation mediiert wird. Die wahrgenommene Verfügbarkeit wird als das Ausmaß definiert, in dem sich die Teammitglieder gegenseitig als erreichbar und reaktionsfähig wahrnehmen. Kommunikationsverhalten wurde anhand der drei Dimensionen zielgerichtete Kommunikation, Wissensaustausch und spontane Kommunikation analysiert. Basierend auf dem Input-Mediator-Output (IMO) Modell wurden mit Hilfe von Strukturgleichungsmodellen 94 hybride Teams, bestehend aus mindestens drei Mitgliedern und der jeweiligen Führungskraft, analysiert. Die wahrgenommene Verfügbarkeit stand in engem Zusammenhang mit allen drei Dimensionen des Kommunikationsverhaltens, aber im gesamten Modell mediierte keine davon die Beziehung zwischen Verfügbarkeit und Teamleistung. Einzelmediationsanalysen zeigten jedoch, dass die Verfügbarkeit einen direkten Zusammenhang mit Teamkompetenz (eine Dimension der Teamleistung) aufweist. Dies kann so interpretiert werden, das zielgerichtete Kommunikation vor allem Routine-aufgaben unterstützt. Insgesamt bleibt die Rolle der Verfügbarkeit für die Teamleistung allerdings unklar. Explorative Analysen auf individueller Ebene zeigten ein ähnliches Muster wie die Ergebnisse auf Teamebene. Diese deuten darauf hin, dass Teamleistung anscheinend weniger vom Kommunikationsverhalten beeinflusst wird, als dies in früheren Studien erwähnt wurde. Diese Diplomarbeit leistet einen Beitrag zur Erforschung der Teamprozesse, indem sie die Relevanz von Verfügbarkeit als Grundlage für die Zusammenarbeit in hybriden Arbeitsumgebungen betont. Zukünftige Forschungsarbeiten sollte andere mögliche Mediationsprozesse untersuchen. Weiters wäre zu ergründen in welchem Ausmaß digitale Werkzeuge asynchrones Arbeiten erleichtern und so die Bedeutung der wahrgenommenen Verfügbarkeit in hybriden Teams verringern können.
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This thesis investigates how perceived availability affects team performance in hybrid work settings, and whether this relationship is mediated by communication. Perceived availability is defined as the extent to which team members see each other as accessible and responsive. The analyzed communication behaviors were focused communication, knowledge sharing and spontaneous communication. Based on the Input-Mediator-Output (IMO) framework, 94 hybrid teams, consisting of at least three members and the respective leader, were analyzed using structural equation modeling. Perceived availability was strongly related to all three communication behaviors, but none of these mediated the relationship between availability and team performance. Single-mediator analyses showed that availability had direct effects on team proficiency, one of the three dimensions of team performance. This could help explain why focused communication may support more routine-oriented outcomes. Overall, the role of availability for team performance remains inconclusive. Exploratory analyses on the individual level showed a similar pattern to the results on team level. These findings indicate that team performance appears to be less influenced by communication behaviors than often stated in prior research. The thesis contributes to research on team processes by emphasizing the importance of visibility and accessibility as a foundation for collaboration in hybrid work settings. Future studies should explore other possible mediation processes as well as considering how asynchronous digital tools might reduce the importance of perceived availability in hybrid teams.