Lederer, F. (2025). Naturgefahrenmanagement im Örtlichen Entwicklungskonzept: Am Beispiel Kärntens [Diploma Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. https://doi.org/10.34726/hss.2025.127623
Das Örtliche Entwicklungskonzept nimmt als strategisches Instrument bei der Berücksichtigung von Naturgefahren eine zentrale Rolle im Kärntner Planungssystem ein. Das ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass die meisten formellen Landesplanungen in Kärnten aus den 1970er bis 1990er Jahren stammen und daher sämtliche Entscheidungsgrundlagen auf Gemeindeebene erarbeitet werden müssen. Der Klimawandel, die damit verbundenen Niederschlagsveränderungen sowie anthropogene Flächeninanspruchnahme führen potenziell zu einer Ausweitung von Naturgefahrenbereichen und können Risikoerhöhungen für bestehende als auch zukünftige Siedlungsräume mit sich bringen. Aus diesem Grund ist auf strategischer Ebene eine vorausschauende und umfassende Betrachtung von Naturgefahren notwendig, wobei Inhalte von Örtlichen Entwicklungskonzepten dazu maßgeblich beitragen können. Bei bereits umgesetzten Örtlichen Entwicklungskonzepten erfolgt die Auseinandersetzung mit Naturgefahren vor allem im Rahmen der Bestandsaufnahme und den informellen Verfahrensschritten. Für eine möglichst objektive Entscheidungsfindung auf örtlicher Ebene sind jedoch zusätzlich die Definition nutzungsspezifischer Schutzziele, Ausweisung von Freihaltebereichen sowie bestimmter Vorranggebiete auf Landesebene notwendig. Diese Arbeit zeigt auf, welche Potenziale das Instrument Örtliches Entwicklungskonzept für das Naturgefahrenmanagement bereits bietet und welche Schritte erforderlich sind, damit künftig Risikobewertungen bei strategischen Festlegungen von Siedlungsgebieten systematisch in Entscheidungsprozesse einfließen.
de
The Local Development Concept (Örtliches Entwicklungskonzept) plays a key role as a strategic instrument for addressing natural hazards within Carinthia’s planning system. This central position results from the fact that most formal regional planning programs in Carinthia date back to the 1970s until the 1990s, leaving municipalities responsible for developing most planning foundations. With climate change associated shifts in precipitation patterns and intensified anthropogenic land use, natural hazard zones are expected to expand and raise risks for both existing settlements and future developments. This is why a forward-looking and comprehensive consideration of natural hazards at the strategic level is required, based on the content already provided in the Local Development Concept. However, in practice, natural hazards are mainly addressed through fundamental research and informal procedures during the preparation of Local Development Concepts. To establish transparent objective decision-making processes, it is necessary to establish use-specific objectives for safety, regional restriction zones for building development and priority zones for specific developments at the regional level as well as risk oriented planning at the local level. Therefore, this thesis highlights the already existing potentials of the Local Development Concept for natural hazard management and outlines the steps needed to ensure that risk assessments are systematically integrated into strategic decisions on municipality development in the future.
en
Additional information:
Arbeit an der Bibliothek noch nicht eingelangt - Daten nicht geprüft Abweichender Titel nach Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers