In den letzten 40 Jahren wurde am Forschungsbereich für Verkehrsplanung und Verkehrstechnik eine Vielzahl von Verkehrskonzepten für Gemeinden und Städte erstellt. Diese dienen als eine Grundlage für die zukünftige Entwicklung der Gemeinden. Ziel dieser Arbeit ist eine Nachher-Analyse der Umsetzung und der Wirkungen dieser Verkehrskonzepte. Unter anderem soll analysiert werden, warum nicht alle Maßnahmen umgesetzt worden sind. Es wurden sechs Gemeinden in Österreich zur Untersuchung herangezogen (Bad Vöslau, Ober-Grafendorf, Seekirchen am Wallersee, Spittal an der Drau, Traiskirchen und Waidhofen an der Ybbs). Für die Beantwortung der Forschungsfragen wurden im ersten Schritt Bestandsaufnahmen sowie die Analyse des Fortschritts in der Maßnahmenumsetzung vor Ort durchgeführt. Im zweiten Schritt wurden die Interviews mit den zuständigen Personen aus der Stadtgemeinde und den Bürgermeistern geführt. Die Interviews liefern die essenziellen Informationen für die Evaluierung der Gründe für die Nichtumsetzung der in den Verkehrskonzepten vorgeschlagenen Maßnahmen. Die Arbeit hat gezeigt, dass die Umsetzung der untersuchten Verkehrskonzepte nur teilweise erfolgte und je nach Gemeinde stark variiert. Darüber hinaus wurde deutlich, dass die Umsetzung der Verkehrskonzepte in den Gemeinden von strukturellen Rahmenbedingungen beeinflusst ist. Externe Abhängigkeiten und fehlende Zuständigkeiten, begrenzte finanzielle Mittel sowie veränderte politische Prioritäten waren die Hauptgründe für die Nichtumsetzung. Es kamen projektbezogene Verschiebungen, technische und rechtliche Hindernisse sowie nachträgliche inhaltliche Neubewertungen einzelner Maßnahmen hinzu. Dort, wo es klare Zuständigkeiten, ausreichende Ressourcen und eine kontinuierliche politische Unterstützung gab, waren erfolgreiche Umsetzungen erkennbar. Die Ergebnisse liefern bedeutsame Erkenntnisse zur Erfolgsbewertung und Weiterentwicklung von Verkehrskonzepten im Sinne einer zukunftsfähigen Mobilitätsplanung.
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In the last 40 years, a multitude of traffic concepts for municipalities and cities have been developed in the field of traffic planning and traffic engineering research. These serve as a basis for the future development of the communities.The aim of this work is a post-analysis of the implementation and effects of these traffic concepts. Among other things, it should be analyzed why not all measures have been implemented. Six municipalities in Austria were selected for the study (Bad Vöslau, Ober-Grafendorf, Seekirchen am Wallersee, Spittal an der Drau, Traiskirchen, and Waidhofen an der Ybbs).To answer the research questions, the first step involved conducting inventories and analyzing the progress of the implementation of measures on-site. In the second step, interviews were conducted with the responsible individuals from the municipal administration and the mayors. The interviews provide the essential information for evaluating the reasons for the non-implementation of the measures proposed in the traffic concepts.The work has shown that the implementation of the examined traffic concepts was only partial and varied greatly depending on the municipality. Furthermore, it became clear that the implementation of the traffic concepts in the municipalities is influenced by structural framework conditions. External dependencies and lack of responsibilities, limited financial resources, as well as changed political priorities were the main reasons for the non-implementation. Project-related delays, technical and legal obstacles, as well as subsequent content reevaluations of individual measures were added. Where there were clear responsibilities, sufficient resources, and continuous political support, successful implementations were evident.The results provide significant insights for evaluating success and further developing transportation concepts in the context of sustainable mobility planning.