Schmidt, G. M. (2025). Wenn sie kein Wasser haben, dann sollen sie Wein trinken! [Diploma Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. https://doi.org/10.34726/hss.2025.119445
Im Rahmen dieser Arbeit wird die umfassende Exploration einer Kellergasse im Weinviertel, welche stark von der Tradition des Zusammentreffens geprägt ist, behandelt.Im Fokus stehen die unterschiedlichen Schnittstellen der darin liegenden Systeme.Die Keller, die weite Teile Österreichs durchziehen, faszinieren durch ihre Menschengemachtheit. Sie sind von Handgeschaffene Höhlen, entstanden durch körperliche Anstrengung und instinktives Graben. Dieser, für heutige Verhältnisse scheinbar einfache Akt, steht im Kontrast zu seiner tiefgreifenden Komplexität. Die Vorstellung regt zu einer Reflexion über die eigene Wahrnehmung an.Es wird die Gelegenheit ergriffen, in Baierdorf, Marktgemeinde Ravelsbach, ein Presshaus,einen Erdkeller und das umgebende Gelände zu nutzen. Dies ermöglicht, den Ort bis zu einer potenziellen Revitalisierung zu verwenden, zugestalten und wieder zu verlassen.Angesichts fehlender Infrastruktur, wie Strom und Wasser, bieten sich Interventionen an,die als symbolischer Ausdruck für moderne Komfortbedürfnisse stehen. Sie sollen nicht nur funktional sein, sondern auch anregen,über den Wandel menschlicher Sichtweisen,Bedürfnisse und Ansprüche nachzudenken.Mit Interventionen wird angestrebt,diesen Ort durch die daraus entstehenden Veranstaltungen und Diskussionen temporär wieder zubeleben. Für diesen Zeitraum wird ein großer Teil der Arbeit nach Niederösterreich verlagert, um in direkten Kontakt mit der örtlichen Gemeinschaft zu treten.Die künstlerische Tätigkeit dient als Werkzeug,um die Bedeutung der innewohnenden sozialenTradition hervorzuheben und einen aktive nDialog mit dem öffentlichen Raum und dessen Mitmenschen über seine Werte zu fördern.
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This thesis deals with the comprehensive exploration of a cellar lane, in Austrian Kellergasse, in the Weinviertel region, which is strongly influenced by the tradition of gathering. The focus lies on the various intersections of the systems located there.The cellars, which are found throughout large parts of Austria, are fascinating because theyare human-made. They are caves created by hand, the result of physical labour and instinctive digging. This act, which seems simple by today‘s standards, contrasts with its profound complexity. The idea encourages reflection on one‘s own perception.The opportunity is seized to use a wine presshouse, an earth cellar and the surrounding grounds in Baierdorf, in the Marktgemeinde Ravelsbach. This property offers, until it is potentially revitalised, the possibility to use,design and then leave the site.Given the lack of infrastructure, such as electricity and water, interventions are anobvious choice as a symbolic expression of modern comfort requirements.These should not only be functional, but also encourage reflection on the changing human perspectives, needs and demands.Through interventions it is intended to temporarily revitalise this location by the resulting events and discussions. For this period, a large part of the work is relocated to Niederösterreich in order to establish direct contact with the local community.Creative activity serves as a tool to highlight the importance of inherent social traditions and topromote active dialogue with the public space and its fellow citizens about its values.
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Abweichender Titel nach Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers