Heußer, K. (2025). Revitalisierungspotenzial eines 70er-Jahre-Schulbaus : Nachhaltige Transformation der ehemaligen „Heidelberg Middle School“ [Diploma Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. https://doi.org/10.34726/hss.2025.131486
Das ehemalige Schulgebäude der „Heidelberg Middle School“ steht seit rund zehn Jahren leer. Obwohl der kürzlich präsentierte Masterplan des Büros KCAP in Zusammenarbeit mit der Internationalen Bauausstellung Heidelberg den Erhalt des Gebäudes vorsieht, favorisierte die Stadtplanung lange Zeit einen Abriss. Eine funktional und wirtschaftlich tragfähige Umnutzung wurde bislang kaum in Betracht gezogen. Angesichts der ökologischen Dringlichkeit im Bausektor – verantwortlich für ca. 40 % der globalen CO2-Emissionen – ist jedoch ein Umdenken hin zu ressourcenschonenden Strategien unumgänglich, insbesondere im Umgang mit Bestandsbauten. Ziel dieser Diplomarbeit ist es, das Transformations-potenzial des Schulgebäudes aus den 1970er Jahren systematisch zu analysieren und nachhaltige, zukunftsfähige Lösungsansätze für eine Umnutzung zu entwickeln. Der Fokus liegt dabei auf dem Einsatz von Holz als nachwachsendem, CO2-bindendem Baustoff, der eine nahezu klimaneutrale Sanierung ermöglicht. Das Projekt untersucht zudem, wie moderne pädagogische und räumliche Konzepte in den bestehenden Baukörper integriert werden können, um eine zeitgemäße und dem Lernen förderliche Umgebung zu schaffen. Dabei steht die Frage im Zentrum, welche architektonischen Maßnahmen eine ressourceneffiziente und emissionsarme Umsetzung ermöglichen. Das Projekt versteht sich als modellhafter Beitrag zum Diskurs um klimaneutrales Bauen und nachhaltige Bildungsarchitektur. Es zeigt exemplarisch auf, wie durch die Transformation von Bestandsbauten nicht nur ökologisch sinnvolle, sondern auch sozial und funktional zukunftsfähige Lösungen entwickelt werden können – über den Schulbau hinaus und überregional übertragbar.
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The former „Heidelberg Middle School“ building has been vacant for about ten years. Although the master plan recently presented by KCAP in collaboration with the International Building Exhibition Heidelberg plans to preserve the building, local urban planning authorities currently favor demolition. So far, a functional and economically viable redesign has hardly been considered. However, given the construction sector‘s significant contribution to global CO2 emissions - around 40% - a shift to more resource-conscious strategies is urgently needed, especially when dealing with existing buildings. The aim of this work is to systematically analyze the redesign potential of this 1970s school building and to develop sustainable and future-oriented strategies for its reuse. The project places a strong focus on the use of wood as a renewable and CO2-binding material that enables a virtually climate-neutral renovation. In addition, the project analyzes how contemporary educational and spatial concepts can be integrated into the existing structure to create a modern and inspiring learning environment. The study focuses on the question of which architectural interventions can be implemented in a resource-efficient and low-emission manner. This diploma project makes an exemplary contribution to the current debate on climate-neutral construction and sustainable educational architecture. It shows how the redesign of existing buildings can lead not only to ecologically friendly solutions, but also to socially and functionally sustainable ones - far beyond school construction and transferable to a wide range of building typologies.
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Abweichender Titel nach Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers