Sauter, L. (2025). Obsoletes Wien : zukünftige Potenzialflächen für die Innenentwicklung der Stadt [Diploma Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. https://doi.org/10.34726/hss.2025.126521
Die Stadt Wien gilt als Paradebeispiel für Stadtentwicklung und Sozialpolitik. Um die hohe Lebensqualität langfristig zu sichern, sind kontinuierliche Anpassungen an gesellschaftliche, technologische und ökologische Veränderungen notwendig. Diese Diplomarbeit untersucht, wie durch zukünftige Herausforderungen, darunter die Mobilitätswende, die Digitalisierung, der Klimawandel und viele weitere Megatrends, die bestehenden städtischen Typologien wie Parkhäuser, Einkaufszentren, Kirchen oder Bankfilialen potenziell obsolet werden und welche Chancen sich daraus für die Innenentwicklung Wiens ergeben. Zu Beginn werden zentrale Forschungsfragen formuliert: Wie verändern sich die Bedürfnisse der Bewohner:innen Wiens? Welche Typologien werden in den nächsten Jahren und Jahrzehnten obsolet? Ist die Stadt von morgen bereits gebaut, oder sind neue Strukturen notwendig? Darüber hinaus wird untersucht, wie mit potenziellem Leerstand durch sinnvolle Umnutzung umgegangen werden kann. Das erste Kapitel beschäftigt sich mit der Trendforschung und behandelt 18 definierte Megatrends. Des Weiteren wird die Thematik der Obsoleszenz untersucht. Dabei wird der Einfluss dieser Megatrends auf das Entstehen obsoleter Typologien analysiert, woraus dann zukünftige urbane Bedürfnisse abgeleitet werden. Im zweiten Kapitel wird eine Obsoleszenzkarte von Wien erstellt, die potenziell funktionslos werdende Typologien für die Innenentwicklung verortet. Der dritte Teil entwirft Umnutzungsszenarien zur Umgestaltung des Gebietes um die Adalbert-Stifter-Straße / Dresdner Straße im 20. Wiener Gemeindebezirk, das durch eine hohe Dichte an obsoleten Strukturen gekennzeichnet ist. Abschließend werden die Ergebnisse reflektiert und es wird deutlich, dass Umnutzung sowie die Zirkularität von Nutzungen im Bestand gegenüber Abriss oder Neubau eine zentrale Voraussetzung für eine resiliente Stadtentwicklung darstellen.
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The city of Vienna is regarded as exemplary for its urban development and social policies. In order to ensure a high quality of life in the long term, continual adjustments in response to social, technological, and ecological changes are necessary. This thesis examines how future challenges, including mobility transition, digitalization, climate change, and many other megatrends, could potentially render existing urban typologies such as parking garages, shopping malls, churches, or bank branches obsolete, and what opportunities this presents for the internal structure of Vienna. In the opening section, key research questions are formulated: how are the needs of Vienna’s residents changing? Which typologies might become obsolete in the coming years and decades? Has the city of tomorrow already been built, or are new structures needed? This study further examines how potential derelict spaces may be repurposed through adaptive reuses. The first chapter addresses trend research and covers 18 defined megatrends, as well as the topic of obsolescence; the influence of these megatrends on the emergence of obsolete typologies is analyzed, and resultant future urban requirements appraised. The second chapter creates an „obsolescence map“ of Vienna, which locates potentially dysfunctional typologies for inner-city development. The third chapter outlines scenarios for the redevelopment of the area around Adalbert-Stifter-Straße / Dresdner Straße in Vienna’s 20th district, which has a high density of obsolete structures. In conclusion the results are reflected upon and it becomes clear that conversion and circularity of use in existing buildings, as opposed to demolition or new construction, are key prerequisites for resilient urban development.
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Abweichender Titel nach Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers