Michaelis, B. (2025). Werkbühne : Kulturelle Revitalisierung durch das Weiterbauen von Lagerhallen im Harburger Binnenhafen [Diploma Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. https://doi.org/10.34726/hss.2025.131262
Die vorliegende Diplomarbeit beschäftigt sich mit zwei leerstehenden, immer wieder vergessenen Lagerhallen im Harburger Binnenhafen. Es gibt auch aktuell wieder Pläne zur kulturellen Umnutzung der einen Halle und zum Abriss und Ersetzen der zweiten Halle. Den geschichtlichen Wert und das bauliche Potential, die die beiden ehemaligen Lagerhallen mit sich bringen, zeigen sich bei genauer Betrachtung dieser. Jedes mal, wenn ich in meiner Heimatstadt Hamburg bin und an den Hallen im Binnenhafen vorbei spaziere, stelle ich fest, was für ein Potenzial der Ort hat. Dieses versuche ich, in der folgenden Arbeit herauszuarbeiten. In der Arbeit werden die aktuellen Entwicklungen von zentralgelegenen Hafengebieten in Großstädten analysiert und dabei der Wandel von einem industriellen hin zu einem kulturellen Zentrum festgestellt. Dadurch entsteht der kulturelle Fokus als zweiter Teil dieser Arbeit. Die Recherche über das Theater stellt die Bedeutung von Kultur seit über 2000 Jahre bis heute dar. In Referenzen werden die Potentiale von industrieller Tranformation hin zu einem kulturellen Ort des Austausches gezeigt. Daraufhin wird der zu behandelnde Ort analysiert und geschichtlich aufgearbeitet, um die Charakterzüge der Hallen zu verstehen und damit weiterzudenken. Über eine Programmierung und Konzeptuierung des Ortes, geht es dann in die genauen Möglichkeiten der konstruktiven Ausarbeitung. In dem finalen Entwurf präsentiert die Arbeit eine mögliche Lösung zum baulichen und konzeptionellen Wandel der beiden Hallen. Dabei werden die bestehenden Qualitäten erhalten und gestärkt und durch die neue Funktion von Theater, Schauspiel, einer Bühnenbildwerkstatt für Studierende aus Hamburg und weiteren zugehörigen räumlichen Möglichkeiten wieder belebt. Die verwendeten konstruktiven Mittel sind an die Hafenwirtschaft angepasst und werden ergänzt durch nachwachsende nordische Ressourcen. So wird ein Anziehungspunkt geschaffen, der sowohl konstruktiv als auch kulturell und menschlich zeigt, wie man Wandel weiterbauen kann.
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This thesis deals with two vacant, repeatedly forgotten storage buildings in Harburg‘s inland port. There are currently plans to repurpose one of the buildings for cultural use and to demolish and replace the second building. A closer look at these two former storage buildings reveals their historical value and structural potential. Every time I am in my hometown Hamburg and walk past the warehouses in the inland port, I realise what potential the place has and try to elaborate on this in the following thesis. The thesis analyses the current developments of centrally located port areas in large cities and identifies the transformation from an industrial to a cultural centre. This gives rise to the cultural focus as the second part of this thesis. The research on the theatre illustrates the importance of culture from over 2000 years ago to the present day. References show the potential of industrial transformation into a cultural place of exchange. The location in question is then analysed and historically examined in order to understand the characteristics of the halls and to think ahead. After programming and conceptualising the site, the focus then shifts to the specific possibilities for constructive development. In the final design, the project presents a possible solution for the structural and conceptual transformation of the two halls. The existing qualities are preserved and enhanced, and revitalised through the new functions of theatre, drama, a stage design studio for students from Hamburg and other related spatial possibilities. The construction methods used are adapted to the port industry and supplemented by renewable Nordic resources. This creates an attraction that demonstrates, both structurally and culturally, how change can be built upon and people brought together in places that seem to have been forgotten.
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Arbeit an der Bibliothek noch nicht eingelangt - Daten nicht geprüft Abweichender Titel nach Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers