Gosztom, B. (2025). Liegender Leseturm - Zwischen Erhalt und Wandel: Bibliothek im Fischer von Erlach-Trakt [Diploma Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. https://doi.org/10.34726/hss.2025.129655
E251 - Institut für Kunstgeschichte, Bauforschung und Denkmalpflege
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Date (published):
2025
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Number of Pages:
207
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Keywords:
Bibliothek im Fischer von Erlach-Trakt; MuseumQuartier
de
Library in the Fischer von Erlach-Wing; MuseumQuartier
en
Abstract:
Die zu Beginn des 18. Jahrhunderts errichteten barocken Hofstallungen und deren Areal, geplant von Johann Emanuel Fischer von Erlach, bieten heute Platz für das größte Kulturareal Wiens. Ursprünglich als kaiserliches Stallgebäude genutzt, erlebte der Bau im Laufe seiner Geschichte mehrere gestalterische und funktionale Umformungen. Die erste größere Umbauphase erfolgte noch in den 1850er Jahren, wodurch der Hinterhof eine einheitlichere Gestalt erhielt. Nach dem Ringstraßenwettbewerb diente der Gebäudekomplex als architektonischer Abschluss des Kaiserforums. Mit dem Ende der Monarchie zog die Wiener Messe in die freigewordenen Räumlichkeiten ein. Erst in den 1980er Jahren entstand die Idee, das Areal der modernen Kunst zu widmen. Nach einem zweistufigen Architekturwettbewerb und zahlreichen Überarbeitungen des Siegerprojektes nahm das Museumsquartier seine heutige Form an.Während die Innenhöfe des Ensembles heute stark frequentierte Aufenthaltsorte sind, gibt es im Straßentrakt Bereiche, die nur wenig Publikum anziehen. Zu diesen zählt der Bereich der MQ Schauräume, die derzeit als Ausstellungsflächen für verschiedene MieterInnen sowie als Büroräume genutzt werden. Die vorliegende Diplomarbeit widmet sich der denkmalgerechten Umgestaltung dieses Teils des Fischer von Erlach-Trakts und schlägt eine neue Nutzung als Bibliothek vor. Dabei wird an den im Wettbewerbsentwurf von Ortner & Ortner geplante, jedoch nicht realisierte „Leseturm“ angeknüpft – nun in Form eines „Liegenden Leseturms“. Die Arbeit umfasst eine detaillierte Analyse der historischen Entwicklung, der städtebaulichen Einbindung sowie der aktuellen Gegebenheiten. Auf Basis der ermittelten Denkmalbedeutung wurde ein denkmalpflegerisches Konzept mit der neuen Nutzung entwickelt und es wird ein Entwurf vorgestellt, der sowohl den Erhalt als auch die Belebung des Trakts fördern soll.
de
At the beginning of the 18th century, Johann Emanuel Fischer von Erlach designed an imperial stable complex on the site where Vienna's largest cultural quarter stands today. Originally built to house the court's horses, the complex has undergone several architectural and functional transformations throughout its history. The first significant changes occurred in the 1850s, when the courtyard was rebuilt and given a more uniform appearance. Following the Ringstraße competition, the complex became the spatial closure to the Imperial Forum. After the end of the monarchy, the Wiener Messe moved into the building. The idea of dedicating the area to modern art only emerged in the 1980s. Following a two-stage architectural competition and numerous revisions to the winning design, the Museumsquartier took on its current form.While the courtyards of the ensemble are now lively, well-frequented public spaces, some areas of the street-facing wing attract few visitors. One such area is that of the MQ Showrooms, which are currently used as exhibition spaces and offices by various tenants. This diploma thesis focuses on the heritage-sensitive redesign of this section of the Fischer von Erlach wing and proposes using it as a library. Referencing the “Reading Tower” that was planned but never realised in Ortner & Ortner's competition design, the project reimagines this concept as a “Horizontal Reading Tower”. The thesis includes a detailed analysis of the site's historical development, urban context and current conditions. Based on the identified historical significance, the preservation concept will be developed along with the new use, and the design will be presented that is intended to promote both the preservation and revitalization of the wing.
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Additional information:
Arbeit an der Bibliothek noch nicht eingelangt - Daten nicht geprüft Abweichender Titel nach Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers