Krenn, A. (2025). Klimagerechtes Bauen in Westafrika – Eine Untersuchung am Beispiel eines Nachhaltigkeitszentrums in Davié, Togo [Diploma Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. https://doi.org/10.34726/hss.2025.130262
E251 - Institut für Kunstgeschichte, Bauforschung und Denkmalpflege
-
Date (published):
2025
-
Number of Pages:
207
-
Keywords:
Togo; Lehm; Ausbildungszentrum
de
Togo; Earthen Architecture; Clay; Vocational Center
en
Abstract:
Durch einen Umschwung in der Baukultur Westafrikas findet zunehmend eine Distanzierung von einfachen und effizienten Lösungen gegen Hitze statt. Die zeitgenössischen Bauweisen können die Anforderungen an den thermischen Komfort nicht erfüllen. Dies führt zu einem erhöhten Bedarf an Klimageräten, die sowohl teuer als auch energieintensiv sind. Durch passive Designstrategien kann einerseits der Energiebedarf reduziert, andererseits ein angenehmeres Raumklima geschaffen werden.In der vorliegenden Arbeit identifiziere und analysiere ich passive Designstrategien, die im heutigen Togo Anwendung finden. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen in die Planung eines Nachhaltigkeitszentrums am Projektstandort Togo, konkret in Davié, ein. Das Projekt entsteht in Zusammenarbeit mit einer NGO, die das Nachhaltigkeitszentrum als Ausbildungsstätte nutzen möchte. Im Zuge meiner Forschung wird der Baustoff Lehm hinsichtlich seiner materialtechnischen und bauphysikalischen Eigenschaften untersucht. Lehm ist aufgrund seiner lokalen Verfügbarkeit tief in der togolesischen Baukultur verwurzelt, wird jedoch zunehmend von Materialien wie Beton verdrängt. Aufgrund der klimatischen Gegebenheiten vor Ort wurde der Baustoff Lehm nicht primär wegen seiner thermischen Eigenschaften ausgewählt, sondern aufgrund seiner Kreislauffähigkeit und seiner energieeffizienten Gewinnung. Beim Entwurf wurden daher ein durchdachtes natürliches Belüftungssystem sowie geeignete Verschattungsmaßnahmen vorgesehen. Insgesamt trägt die Arbeit dazu bei, traditionelle Lehmbauweisen in zeitgemäße Architekturkonzepte zu integrieren, um damit Impulse für eine nachhaltige und langlebige Baukultur in Togo zu geben und das Vertrauen der Togoles:innen in den Baustoff Lehm zu stärken.
de
Due to a shift in the building culture of West Africa, there is an increasing move away from simple and efficient solutions for heat mitigation. Contemporary construction methods often fail to meet the requirements for thermal comfort, leading to a growing dependence on air-conditioning systems that are both costly and energy-intensive. Passive design strategies, however, can both reduce energy demand and create a more comfortable indoor climate.In this work, I identify and analyze passive design strategies which are currently applied in Togo. The gainged insights are incorporated into the planning of a sustainability center at the project site in Davié, Togo. The project is being developed in collaboration with an NGO that intends to use the sustainability center as a training facility.As part of my research, I examine the building material earth with regard to its technical and physical properties. Earth is deeply rooted in the togolese building culture due to its local availability, but it is being replaced by materials such as concrete. Given the local climatic conditions, earth was not primarily chosen for its thermal properties, but rather for its recyclability and energyefficient production. Therefore the design includes a carefully planned natural ventilation system as well as appropriate shading measures.Overall, this work contributes to integrating traditional earthen construction techniques into contemporary architectural concepts, thereby promoting a sustainable and enduring building culture in Togo and strengthening the confidence of Togolese people in earth as a building material.
en
Additional information:
Arbeit an der Bibliothek noch nicht eingelangt - Daten nicht geprüft Abweichender Titel nach Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers