Aliabadi, H. (2025). Haptic Panels: the silent language of surfaces [Diploma Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. https://doi.org/10.34726/hss.2025.121328
adaptive architecture; space perception; haptic feedback
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Abstract:
In den letzten Jahrzehnten wurde die Architektur zunehmend von visueller Ästhetik dominiert, oft auf Kosten anderer Sinnesmodalitäten. Modernistische und minimalistische Ideologien, gepaart mit industrialisierten Bautechniken und Vorfertigung, haben zur Schaffung von gebauten Umgebungen geführt, die zwar effizient und reproduzierbar sind, sich aber oft emotional steril und sensorisch distanziert anfühlen. Diese Arbeit ist eine kritische und kreative Antwort auf diesen Zustand. Inspiriert von Juhani Pallasmaas Essay „Hapticity and Time“, der den Okularzentrismus der zeitgenössischen Architektur kritisiert und eine Resensualisierung der gebauten Umwelt fordert, zielt das Projekt darauf ab, die Bedeutung des Tastsinns und der verkörperten Erfahrung in der architektonischen Wahrnehmung wiederherzustellen. Um diese Dimension zu erforschen, habe ich eine Reihe experimenteller Oberflächenstudien entwickelt, die als haptische Paneele bezeichnet werden und natürliche Texturen wie trockene Erde, Laub, Gras und andere als Ausgangsmaterial verwenden. Fotos dieser Texturen wurden digital bearbeitet und manuell in Latexplatten umgewandelt, die die beabsichtigten und ausgewählten feinkörnigen taktilen Details der natürlichen Welt bewahren und gleichzeitig ein reichhaltiges taktiles Erlebnis bieten. Die Paneele sind in zwei Kategorien unterteilt, Bodenpaneele und Wandpaneele. Zusätzlich zu seinen konzeptionellen Zielen eröffnet das Projekt neue Anwendungsmöglichkeiten im multisensorischen, inklusiven und pädagogischen Design. Die haptischen Paneele können als Erkundungswerkzeuge in der Vor-Braille-Ausbildung für blinde und sehbehinderte Kinder dienen. Die Abschlussarbeit mündet in der Konstruktion eines interaktiven Modells, das sowohl haptische Boden- als auch Wandpaneele umfasst. Personen sind eingeladen, auf diesen Oberflächen zu gehen und sie zu berühren.
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In recent decades, architectural design has become increasingly dominated by visual aesthetics, often at the expense of other sensory modalities. Modernist and minimalist ideologies, coupled with industrialized construction techniques and prefabrication, have led to the creation of built environments that, while efficient and replicable, often feel emotionally sterile and sensorially disengaged. This thesis emerges as a critical and creative response to that condition. Drawing inspiration from Juhani Pallasmaa’s essay, Hapticity and Time, which critiques the ocularcentrism of contemporary architecture and calls for a re-sensualization of the built environment, the project aims to reassert the importance of touch and embodied experience in architectural perception. To explore this dimension, I developed a series of experimental surface studies, termed haptic panels, using natural textures such as dry soil, leaf litter, grass and others as the source material. Photographs of these textures were digitally processed and manually transformed into latex panels that preserve the intended and selected fine-grained tactile detail of the natural world while offering rich tactile engagement. The panels are organized into two categories, floor and wall panels. In addition to its conceptual goals, the project opens up new potential applications in multisensory, inclusive and educational design. The haptic panels can serve as exploratory tools in pre-Braille education for blind and VI children. The thesis reaches its conclusion in the construction of an interactive model incorporating both floor and wall haptic panels. Users are invited to walk on and touch these surfaces.
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