Ehara, M. (2025). Ein Makerspace zur Reaktivierung eines unerschlossenen historischen Raumes : ein Entwurf zur denkmalgerechten Nutzung des Fischer-von-Erlach-Traktes [Diploma Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. https://doi.org/10.34726/hss.2025.129656
E251 - Institut für Kunstgeschichte, Bauforschung und Denkmalpflege
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Date (published):
2025
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Number of Pages:
203
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Keywords:
Fischer-von-Erlach-Trakt; MuseumsQuartier
de
Fischer-von-Erlach Wing; MuseumsQuartier
en
Abstract:
Das MuseumsQuartier Wien ist heute ein bedeutender Kulturstandort, dessen Entwicklung von den kaiserlichen Hofstallungen des 18. Jahrhunderts bis zur gegenwärtigen Nutzung als kreativer Treffpunkt reicht. Die verschiedenen historischen Zeitschichten, die auf dem Areal heute noch ablesbar sind, zeugen von einer langen Geschichte, die die gesellschaftlichen Entwicklungen der jeweiligen Zeiträume wiederspiegelt und von unterschiedlichen Nutzungen, die seinen Werdegang begleitet haben. Die vorliegende Arbeit widmet sich dem Fischer-von-Erlach-Trakt, der heute aus denkmalpflegerischer Sicht teilweise seinen ursprünglichen architektonischen Reichtum nicht mehr zur Geltung bringen kann und im Vergleich zu anderen Teilen des MuseumsQuartiers untergenutzt ist. Im Fokus steht deshalb ein neues Nutzungskonzept, das hinter Zwischendecken versteckte Architektur wieder offenlegen soll und gleichzeitig eine der heutigen Zeit entsprechende Nutzung ermöglicht. Die Arbeit ist Teil eines Themendiploms des Instituts für Denkmalpflege der TU Wien, zusammen mit den Kolleg:innen Barbara Gosztom, Sina Stadlbauer und Patrick Straßberger. Betreut wird dieses Themendiplom von Frau Prof. Heike Oevermann, Frau Prof. Kristina Orehounig und Herrn Prof. Wilfried Kühn.Methodisch stützt sich die Arbeit auf Literaturrecherchen, Analysen, Ortsbegehungen sowie Plan- und Fotodokumentationen. Theoretische Grundlage bildet das Konzept des „Dritten Ortes“ nach Ray Oldenburg, das Räume definiert, in denen informelle Begegnung, soziale Teilhabe und Kommunikation gefördert wird. Unter Einbeziehung denkmalpflegerischer Kriterien wird ein Konzept für einen Museums-Makerspace entwickelt. Dieser soll als kreativer Arbeits-, Lern- und Begegnungsraum dienen und auch zu einer stärkeren Öffnung des Areals gegenüber dem städtischen Umfeld beitragen. Die Ergebnisse zeigen, dass historische Substanz und innovative Nutzung nicht im Widerspruch stehen müssen, sondern neue Potenziale schaffen können. Die Arbeit soll einen Beitrag leisten zu nachhaltiger Denkmalpflege und einer Weiterentwicklung des MuseumsQuartiers als offenem, gesellschaftlich wertvollem Kulturraum.
de
The MuseumsQuartier Vienna is today an important cultural site whose development extends from the imperial stables of the 18th century to its current use as a creative meeting place. The various historical layers that remain visible on the site bear witness to a long and eventful history, reflecting the social developments of their respective periods and the diverse uses that have accompanied its transformation over time.This thesis focuses on the Fischer von Erlach wing, which, from a heritage conservation perspective, is currently unable to showcase its original architectural richness and is underused compared to other parts of the MuseumsQuartier. The focus is therefore on a new utilization concept that aims to reveal the architecture hidden behind false ceilings while at the same time enabling contemporary use. The thesis is part of a thematic diploma program at the Institute for Monument Preservation at TU Wien, together with colleagues Barbara Gosztom, Sina Stadlbauer, and Patrick Straßberger. This thematic diploma program is supervised by Prof. Heike Oevermann, Prof. Kristina Orehounig, and Prof. Wilfried Kühn.Methodologically, the work is based on literature research, analyses, site visits, and plan and photo documentation. The theoretical basis is Ray Oldenburg’s concept of the “third place,” which defines spaces that promote informal encounters, social participation and communication.Taking into account criteria of monument preservation, a concept for a museum makerspace is developed. This space is intended to serve as a creative environment for work, learning, and exchange, while also contributing to a stronger openness of the site towards the surrounding urban context. The results demonstrate that historical substance and innovative use need not be in conflict, but can instead generate new potential.The work is intended to contribute to sustainable monument preservation and the further development of the MuseumQuartier as an open, socially valuable cultural space.