Bayer, C. (2025). Kultur am Hang : Begegnungen im alpinen Raum [Diploma Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. https://doi.org/10.34726/hss.2025.130009
Die Gemeinde Warth am Arlberg liegt auf rund 1.500 Metern Seehöhe an der Schnitt-stelle zwischen dem Bregenzerwald, Lechtal sowie der Arlbergregion. Das vergleichs-weise kleine Bergdorf wurde geprägt von der Kultur der Walser und befindet sich in einer landschaftlich herausragenden, jedoch zugleich peripheren Lage. Eingebettet in ein kulturelles Umfeld zwischen dem Bodensee-raum und den Hochalpen stellt sich die Fra-ge nach einem Ort innerhalb der Gemeinde, der die kulturelle Identität und Ausdrucks-kraft der Walser in der modernen Zeit wieder erlebbar und sichtbar macht. Bestehende Analysen zur Geschichte und Siedlungsentwicklung der Walser sowie zum Wandel des Tourismus verdeutlichen, dass sich Warth am Arlberg von einer landschaft-lich geprägten Streusiedlung zu einem linear organisierten Dorf entwickelte und sich das gesellschaftliche Gefüge von gemeinschaft-lich geprägten Strukturen hin zu funktional und wirtschaftlich orientierten Nutzungen veränderte. In diesem Zusammenhang wird deutlich, dass die ursprüngliche räumliche Identität der Gemeinde kaum mehr spür-bar ist und es bis heute an einem kulturellen Ort fehlt, welcher als verbindendes Element innerhalb der Gemeinschaft fungiert. Diese Erkenntnisse bilden die Grundlage für ein Konzept, welches die handwerklichen und kulturellen Traditionen der Gemeinde Warth am Arlberg aufgreift und diese in eine moderne Nutzung überführt. Bezugnehmend auf den historischen Kern des Dorfes besteht ein freier Bauplatz, an dem die ursprüng-liche Siedlungsstruktur erkennbar ist und der ein besonderes Entwicklungspotenzial birgt. Trotz der kulturell aufgeladenen Lage in unmittelbarer Nähe zur Kirche hat sich an diesem Ort bislang kein klares Dorfzen-trum herausgebildet. Die Schaffung neuer Wege und Verbindungen birgt jedoch das Potenzial, diesen Bereich zu einem zentralen Begegnungsraum der Gemeinde weiterzu-entwickeln.Ausgehend von den örtlichen Gegeben-heiten wird im Rahmen dieses Projektes ein Kulturraum konzipiert, der sich behutsam in das Dorfgefüge einfügt und den historischen Kern der Gemeinde um einen öffentlichen Platz erweitert. Hier begegnen sich Alltag, Handwerk und Kunst, die gemeinsam ein neues Zentrum als Ausdruck einer leben-digen Kultur bilden und deren Zusammen-spiel den Ort stärker in sein regionales und überregionales Umfeld einbindet. Die Arbeit versteht sich dabei als Überführung tradi-tioneller Werte in zeitgemäße Formen und zielt darüber hinaus auf die Förderung des Austausches zwischen Einheimischen und Gästen ab. Auf diese Weise soll Warth am Arlberg nicht nur räumlich, sondern auch kulturell gestärkt werden, um die Gemeinde über die Wintersaison hinaus nachhaltig zu belebeben
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The municipality of Warth am Arlberg lies at around 1,500 metres above sea level at the intersection between the Bregenzerwald, Lechtal and Arlberg regions. This relatively small mountain village has been shaped by Walser culture and is located in a scenically outstanding yet peripheral location. Nestled in a cultural environment between the Lake Constance region and the High Alps, the question arises as to whether there is a place within the municipality that brings the cultu-ral identity and expressiveness of the Walser people back to life and makes it visible in modern times. Existing analyses of the history and settle-ment development of the Walser people and the transformation of tourism show that Warth am Arlberg has developed from a scattered settlement characterised by its landscape into a linearly organised village, and that the social fabric has changed from community-oriented structures to functional and economically oriented uses. In this con-text, it becomes clear that the original spatial identity of the community is hardly noticea-ble anymore and that, to this day, there is a lack of a cultural location that functions as a connecting element within the community.These findings form the basis for a con-cept that draws on the craft and cultural traditions of the municipality of Warth am Arlberg and translates them into modern use. Referring to the historic core of the village, there is a vacant building site where the original settlement structure is still recognisable and which offers particular development potential. Despite its culturally significant location in the immediate vicinity of the church, no clear village centre has yet emerged at this site. However, the creation of new paths and connections has the potential to develop this area into a central meeting place for the community. Based on the local conditions, this project aims to design a cultural space that blends gently into the village structure and expands the historic centre of the community with a public square. This is where everyday life, craftsmanship and art come together to form a new centre that expresses a vibrant culture and whose interplay integrates the village more strongly into its regional and supra-re-gional environment. The work sees itself as a transfer of traditional values into con-temporary forms and also aims to promote exchange between locals and visitors. In this way, Warth am Arlberg is to be strengthe-ned not only spatially but also culturally in order to revitalise the community beyond the winter season.
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Abweichender Titel nach Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers