In einer Welt, in der Städte sich rasant verändern und die Bevölkerung immer älter wird, prallen unterschiedliche Zeitlichkeiten aufeinander: das individuelle Älterwerden, geprägt von Erinnerungen, Routinen und biographischen Verläufen, und die beschleunigte Dynamik urbaner Transformation. Daraus entsteht ein Spannungsfeld zwischen dem Wunsch vieler älterer Menschen, im vertrauten Wohnumfeld zu altern (Ageing in Place) und den tiefgreifenden Veränderungen gegenwärtiger Städte. Dieser Artikel argumentiert für die Perspektive einer doppelten Temporalität, um die Zeitlichkeiten des Alterns mit den Zeitlichkeiten des Stadtraums analytisch zu verschränken. Eine solche Verknüpfung ermöglicht Handlungsfelder für Planung und Politik, um zwei zentrale gegenwärtige Entwicklungen integrativ zu adressieren: Urbanisierung und gesellschaftliche Alterung.
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Research Areas:
Urban and Regional Transformation: 50% Beyond TUW-research focus: 50%