Beran, T. (2025). Psychologische Sicherheit und Sinnstiftung im digitalen Wandel: Ein integrativer Führungsansatz zur Stärkung der Mitarbeiterbindung [Master Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. https://doi.org/10.34726/hss.2025.134063
Emotional intelligence; error culture; willingness to transform; digital leadership skills; employee engagement
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Abstract:
Die digitale Transformation verändert nicht nur technologische Prozesse, sondern stellt auchtiefgreifende Anforderungen an die Führungskultur von Unternehmen. Neben Effizienz undInnovation treten zunehmend menschliche Faktoren in den Fokus: Psychologische Sicherheitund Sinnstiftung entwickeln sich zu entscheidenden Erfolgsfaktoren für Mitarbeiterbindung undVeränderungsfähigkeit. Diese Masterarbeit untersucht, wie Führungskräfte im digitalenWandel Rahmenbedingungen schaffen können, die psychologische Sicherheit undSinnstiftung fördern und damit langfristig die Mitarbeiterbindung stärken. Als theoretische Grundlage dient ein integrativer Ansatz, der drei etablierte Modelle verbindet: das PERMA-Modell von Martin Seligman zur Förderung des Wohlbefindens und der Leistungsfähigkeit, den Golden Circle von Simon Sinek zur Vermittlung von Sinn und Zweck sowie das Konzept der psychologischen Sicherheit nach Amy Edmondson. Ziel der Arbeit ist es, auf Basis dieser Modelle konkrete Handlungsempfehlungen für Führungskräfte zu entwickeln, die den Anforderungen digitaler Transformationsprozesse gerecht werden. Die Methodik der Arbeit basiert auf einer umfassenden Literaturrecherche und der systematischen Analyse aktueller empirischer Studien. Zunächst werden die einzelnen Elemente des PERMA-Modells im Kontext von Leadership und digitalem Change- Management analysiert. Anschließend erfolgt die Integration mit dem Golden Circle und dem Konzept psychologischer Sicherheit, um ein ganzheitliches Führungsverständnis zu entwickeln, das sowohl emotionale als auch strukturelle Aspekte berücksichtigt. Die Analyse zeigt, dass Führungskräfte durch gezielte Maßnahmen wie die Förderung positiver Emotionen, den Aufbau vertrauensvoller Beziehungen, die klare Kommunikation eines sinnstiftenden „Why“ und die Etablierung einer offenen Fehlerkultur maßgeblich zur psychologischen Sicherheit und zur Sinnwahrnehmung ihrer MitarbeiterInnen beitragen können. Besonders in hybriden und virtuellen Arbeitsumgebungen wird deutlich, dass digitale Tools sinnvoll eingesetzt werden müssen, um Nähe, Feedback und Anerkennung zuermöglichen. Die Arbeit verdeutlicht, dass psychologische Sicherheit nicht als „weicherFaktor“, sondern als Grundlage für Innovation, Engagement und Resilienz verstanden werdenmuss. Im letzten Kapitel werden konkrete Handlungsempfehlungen für die Praxis abgeleitet. Diese umfassen sowohl kurzfristige Maßnahmen (z. B. 1:1-Meetings, Peer-Recognition-Tools) als auch strategische Initiativen (z. B. Schulungen zu emotionaler Intelligenz, Integration desGolden Circle in Zielprozesse). Die Empfehlungen wurden entlang ihrer Relevanz, Umsetzbarkeit und dem Bezug zu den Modellen strukturiert. Diese Masterarbeit leistet einen Beitrag zur Weiterentwicklung der Führung im digitalen Zeitalter. Sie zeigt auf, dass die Zukunft der Arbeit nicht allein durch Technologie entschieden wird, sondern durch die Fähigkeit von Führungskräften, Räume der Sicherheit, des Sinns und der Zugehörigkeit zu schaffen. Nur wenn sich Menschen gesehen, gehört und gebraucht fühlen, kann Transformation nachhaltig gelingen.
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Digital transformation not only reshapes technological processes but also imposes profounddemands on corporate leadership cultures. Alongside efficiency and innovation, human factors are increasingly moving into focus: psychological safety and a sense of purpose are emerging as key success factors for employee retention and adaptability to change. This master’s thesis explores how leaders can create conditions during digital transformation that foster psychological safety and meaningfulness, thereby strengthening long-term employee commitment. The theoretical foundation of this work is based on an integrative approach combining three established models: Martin Seligman’s PERMA model for enhancing well-being and performance; Simon Sinek’s Golden Circle, which emphasizes the communication of purpose;and Amy Edmondson’s concept of psychological safety. The objective of this thesis is to deriveconcrete recommendations for leadership practices that meet the challenges of digitaltransformation by drawing on these models. The methodology is grounded in an extensive literature review and a systematic analysis of current empirical studies. First, the individual elements of the PERMA model are examined in the context of leadership and digital change management. These are then integrated with the Golden Circle and the concept of psychological safety to develop a holistic leadership framework that considers both emotional and structural aspects. The analysis reveals that leaders can significantly contribute to psychological safety andperceived meaningfulness among employees through targeted measures—such as fosteringpositive emotions, building trusting relationships, clearly communicating a purposeful “Why,”and establishing a culture that embraces errors openly. Especially in hybrid and virtual workenvironments, the effective use of digital tools proves essential in enabling connection,feedback, and recognition. This study underscores that psychological safety should not beviewed as a “soft factor,” but rather as a foundational driver of innovation, engagement, andresilience. In the final chapter, the thesis outlines actionable recommendations for leadership practice. These include short-term measures (e.g., one-on-one meetings, peer recognition tools) as well as strategic initiatives (e.g., training in emotional intelligence, integration of the Golden Circle into goal-setting processes). The recommendations are structured according to their relevance, feasibility, and alignment with the theoretical models.This thesis contributes to the advancement of leadership in the digital age. It demonstrates that the future of work will not be determined by technology alone, but by the ability of leaders to create environments of safety, purpose, and belonging. Sustainable transformation can only succeed when people feel seen, heard, and valued.
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