Lindinger, K. (2025). Spiel als empirische Strategie. In Die Stadt als Spiel : Eine sozialräumliche Anleitung (Vol. 26, pp. 53–76). Springer VS. https://doi.org/10.1007/978-3-658-48298-5_3
Kinder sind wichtiger Teil der Stadtgesellschaft. Ihr Spiel ist jedoch oft vor allem in altershomogenen Inseln vorgesehen und erwünscht. In großen Teilen des Stadtraums stellen sich nicht an Kindern orientierte oder mit ihnen entwickelte Regeln und „spielfeindliche“ Nutzungen der Aneignung und Präsenz von Kindern entgegen. Nimmt man Kinder als Bürger:innen ernst, wird die Bespielbarkeit von Stadt zur emanzipatorischen Aufgabe. Einen Beitrag dazu leistet die Sozialraumforschung, wenn sie mit empirischem Wissen Grundlagen für gesellschaftliche Aushandlungsprozesse und Gestaltung schafft, oder in aktivierenden wie partizipativen Forschungsprojekten Agenden von Kindern herausarbeitet und unterstützt. Dieser Text bespricht, wie Spiel für sozialräumliche Forschung produktiv gemacht werden kann. Anhand von Beispielen aus der Praxis der Autorin werden Potenziale und Herausforderungen spielerischer Methoden in verschiedenen Phasen empirischer Prozesse beleuchtet und methodologische Prämissen reflektiert.
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Research Areas:
Urban and Regional Transformation: 20% Development and Advancement of the Architectural Arts: 20% Beyond TUW-research focus: 60%