Sumin, J. (2025). Seeds for Change: Co-Designing a Personalized Digital Guide to Reduce Household Food Waste [Diploma Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. https://doi.org/10.34726/hss.2025.130660
E193 - Institut für Visual Computing and Human-Centered Technology
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Date (published):
2025
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Number of Pages:
223
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Keywords:
Co-Design; Partizipatives Design; Lebensmittelverschwendung; Tool zur Reduzierung von Lebensmittelverschwendung; Haushalt; Prototyping; mobile App; Co-Evaluation; Mensch-Computer-Interaktion
Lebensmittelverschwendung in Haushalten ist nach wie vor ein globales Problem. Obwohl viele digitale Tools zur Lösung dieses Problems entwickelt wurden, sind nur wenige davon dauerhaft eingesetzt worden. In dieser Arbeit untersuche ich, wie Co-Design die Entwicklung eines praktischen Hilfsmittels zur Unterstützung von Einzelpersonen bei der Reduzierung von Lebensmittelabfällen in Haushalten fördern kann. In einem dreistufigen Designprozess habe ich eine Analyse bestehender Tools durchgeführt und Co-Design-Sessions mit vier Gruppen und insgesamt 18 Teilnehmer*innen durchgeführt. Unter ihnen waren sowohl erfahrene Lebensmittelabfallreduzierer*innen als auch Neulinge. Ziel war es, zu verstehen, wie Lebensmittelverschwendung mit dem täglichen Leben der Teilnehmenden zusammenhängt und wie sie bei der Vermeidung unterstützt werden können. Anhand einer Gartenmetapher als Leitmotiv tauschten die Teilnehmer*innen ihre Schwierigkeiten und Motivationen aus, wodurch Erkenntnisse für das Design des Tools gewonnen wurden. Auf der Grundlage dieser Erkenntnisse entwickelte ich BeetIt, einen High-Fidelity-Prototyp für ein personalisiertes Tool zur Reduzierung von Lebensmittelabfällen. Es umfasst eine Übersicht über die Vorratskammer mit automatisierten Eingabemethoden, Rezeptvorschläge und einen „Entdecke“-Bereich mit Informationen zu Lebensmittelverschwendung. Anstatt eine Einheitslösung zu bieten, ermöglicht es flexible Anpassungsoptionen. In zwei Co-Evaluierungs-Workshops mit insgesamt 14 Teilnehmer*innen wurde bestätigt, dass praktische Funktionen wie die Inventarverfolgung und kontextbasierte Rezeptvorschläge den größten Stellenwert haben, während Bildungselemente und Gamification-Elemente eine unterstützende Rolle spielen. Die Ergebnisse zeigen, dass die Reduzierung von Lebensmittelabfällen kein linearer Prozess ist, sondern eine Reise, die Veränderungen mit sich bringt. Co-Design erwies sich als mehr als nur eine Designmethode. Es wurde selbst zu einer Intervention, die die Teilnehmer*innen dazu inspirierte, über ihre eigenen Gewohnheiten nachzudenken. Diese Arbeit leistet einen Beitrag zur Mensch-Computer-Interaktion, indem sie zeigt, wie Co-Design und metapherngesteuerte Ansätze abstrakte Nachhaltigkeitsziele in konkrete Tools umsetzen können. Ich habe über die Wechselwirkung zwischen digitalen Lösungen und ihren Auswirkungen auf die Umwelt reflektiert und verdeutlicht, dass effektive digitale Tools in die komplexen Realitäten des Alltags integriert werden müssen.
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Food waste in households remains a persistent global challenge. Although many digital tools have been designed to address this issue, few have achieved lasting adoption. This thesis explores how co-design can inform the development of a practical guidance tool to support individuals in reducing household food waste. Through a three-stage design process, I analyzed existing tools and conducted co-design sessions with four groups and a total of 18 participants, including both experienced food waste reducers and newcomers. The goal was to understand how food waste is connected to their daily lives and how they can be supported. Using a garden metaphor as a guiding theme, participants shared their struggles and motivations, which provided insights for the tool’s design. Based on these findings, I developed BeetIt, a high-fidelity prototype for a personalized food waste reduction tool (FWRT). It includes an overview of the pantry with automated input methods, recipe suggestions and a "Discover" section with information on food waste. Rather than offering a one-size-fits-all solution, it provides flexible customization options. Two co-evaluation workshops with 14 participants confirmed that practical features like inventory tracking and context-based recipe suggestions were most valued, while educational and gamified elements played supportive roles. The findings showed that food waste reduction (FWR) is not a linear process but a journey bringing changes. Co-design proved to be more than a design method. It became an intervention itself that inspired participants to reflect their own habits. This thesis contributes to Human–Computer Interaction by demonstrating how co-design and metaphor-driven approaches can translate abstract sustainability goals into tangible tools. I reflected on the tension between digital solutions and their environmental impact, arguing that effective digital tool must integrate into the complex realities of everyday life.
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