Radisavcevic, T. (2025). Equisphere : wo das Wohlbefinden an erster Stelle steht : Gestaltung eines pferdewohlgerechten Zentrums für Wohlbefinden in Čačak, Serbien [Diploma Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. https://doi.org/10.34726/hss.2026.118232
Die Arbeit entwickelt ein architektonisches Konzept für ein Zentrum in Čačak, das Pferdewohl und therapeutische Arbeit gemeinsam denkt. Ausgangspunkt ist die einfache, aber entscheidende Annahme, dass die räumliche Qualität den therapeutischen Prozess unmittelbar beeinflusst – und dass ein Pferd nur dann verlässlich arbeiten kann, wenn es selbst stabil, gesund und sicher bleibt. Die Bedürfnisse des Pferdes werden daher nicht nachgeordnet, sondern gleichwertig mit denen der Nutzerinnen und Nutzer betrachtet.Die Analyse umfasst die Proportionen, Bewegungsmuster und Wahrnehmungslogiken des Pferdes sowie die Anforderungen eines therapeutischen Settings. Ebenso wird der Standort im Übergang zwischen städtischer Kante und offener Landschaft untersucht, mit seinen klimatischen, topografischen und infrastrukturellen Bedingungen. Daraus entstehen räumliche Typologien, die Rückzug ermöglichen, klare Sichtbeziehungen schaffen und eine kontrollierte Offenheit zulassen.Das architektonische Konzept arbeitet mit natürlichen Materialien, ruhigen Linien und einer klaren Wegeführung. Es richtet sich an der emotionalen Sicherheit und der Interaktion zwischen Mensch und Tier aus. Das Ergebnis ist ein ortsbezogenes und funktionsgerechtes Modell, das die Voraussetzungen für stabile, sichere und langfristig tragfähige pferdegestützte Interventionen schafft.
de
The work develops an architectural concept for a center in Čačak that combines horse welfare and therapeutic work. The starting point is the simple but crucial assumption that spatial quality directly influences the therapeutic process—and that a horse can only work reliably if it remains stable, healthy, and safe. The needs of the horse are therefore not considered secondary, but equal to those of the users. The analysis covers the proportions, movement patterns, and perception logic of the horse, as well as the requirements of a therapeutic setting. The location at the transition between the urban edge and open countryside is also examined, with its climatic, topographical, and infrastructural conditions. This results in spatial typologies that allow for retreat, create clear sightlines, and permit controlled openness. The architectural concept works with natural materials, calm lines, and clear pathways. It is geared toward emotional security and interaction between humans and animals. The result is a site-specific and functional model that creates the conditions for stable, safe, and long-term sustainable horse-assisted interventions.