Spieck, L. (2025). Public spaces for elderly individuals : developing and testing an urban planning framework in european metropolitan peripheries [Diploma Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. https://doi.org/10.34726/hss.2026.124866
Die Zahl der älteren Menschen steigt stetig. In Zusammenhang mit den Veränderungen in Familiendynamiken, Wohnverhältnissen und Pflegemodellen entstehen neue Herausforderungen. Ältere Personen durchlaufen einen Wandel unterschiedlicher sensorischer, physischer, psychologischer und kognitiver Fähigkeiten. Dieser Rückgang an Kompetenz verstärkt die Relevanz des direkten Lebensumfeldes. Besonders der öffentliche Raum kann einen maßgeblichen Einfluss auf die Lebensqualität älterer Menschen haben. Periphere Räume sind in diesem Kontext aufgrund ihrer niedrigeren Dichte, der Abhängigkeit vom Auto und räumlicher Fragmentierung mit zusätzlichen Herausforderungen konfrontiert. Obwohl es relevante Konzepte und Forschung zu dem Thema ältere Menschen und öffentlicher Raum gibt, fehlt es diesen oft an übergreifender Genauigkeit. Anderen wertvollen Auseinandersetzungen mangelt es am Fokus auf die spezifische Altersgruppe. Derzeit ermöglichen nur wenige Forschungsmethoden eine systematische Untersuchung des öffentlichen Raums für ältere Menschen. Die vorliegende Arbeit untersucht, wie der öffentliche Raum in suburbanen Gebieten den diversen Bedürfnissen älterer Menschen gerecht werden kann. Hierfür wird zunächst eine Literaturrecherche über derzeitige Entwicklungen, Veränderungen und Herausforderungen zum Thema ältere Menschen durchgeführt. Zusätzlich werden bestehende Konzepte für altersgerechte Städte herangezogen. Die gewonnenen Erkenntnisse fungieren als Grundlage für die Entwicklung eines umfassenden städtebaulichen Rahmenwerks für ältere Menschen, welches deren Bedürfnisse im öffentlichen Raum einbezieht. Dies stellt den Kern der Arbeit dar und ist in die drei Dimensionen Grundlegende Umweltbedürfnisse, Sensorische und Physische Bedürfnisse sowie Soziale Bedürfnisse aufgeteilt. Der Vorstellung des Rahmenwerks folgt seine Anwendung in zwei Testgebieten: Seclin im Norden Frankreichs und Korneuburg im Osten Österreichs. Bei beiden Orten handelt es sich um Städte in der Peripherie von Metropolregionen. Die Untersuchung erfolgt anhand von Karten, Feldbeobachtungen und systematischen Erhebungen. Mit der fokussierten Anwendung des Rahmenwerks werden räumliche Empfehlungen aufgestellt. Diese Studie identifiziert eingeschränkte Autonomie, Schwierigkeiten der Zugänglichkeit und soziale Exklusion als zentrale Barrieren für ältere Menschen im öffentlichen Raum. Als Reaktion wird ein Rahmenwerk für ältere Menschen im öffentlichen Raum entwickelt. Dieses wird auf unterschiedlichen Maßstabsebenen angewandt und zeigt räumliche Defizite auf, die relevant für ältere Menschen sind. Exemplarisch werden Empfehlungen für zwei Untersuchungsorte gegeben. Die Arbeit bietet ein übertragbares Untersuchungsmittel für suburbane altersgerechte öffentliche Räume.
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The number of elderly individuals is rising. With this demographic development, as well as the changes in family dynamics, living arrangements, and care models, new challenges arise. Elderly individuals undergo differing sensory, physical, psychological, and cognitive changes. This decrease in competence leads to an increasingly relevant role of their direct environment. Particularly public space can have a significant impact on elderly individuals’ quality of life. Peripheral areas face additional challenges in this context due to their lower density, car dependency, and spatial fragmentation. While important concepts and research concerning elderly individuals and public space exist, they tend to lack in overarching precision. Other relevant explorations don’t focus on the specific age group. Currently, there are few tools that systematically assess public spaces for the needs of elderly individuals. The study aims to answer the question of how public spaces in suburban areas can meet the diverse needs of elderly individuals. For this, it starts with a literature review on the current developments, changes, and challenges on the topic of elderly individuals. Additionally, this work looks into present concepts for an age-friendly city. The knowledge gained functions as a basis for the creation of a comprehensive Urban Planning Framework for Elderly Individuals, which is central to this work and incorporates their needs in public space. It is distributed into the three Dimensions Environmental Basic Needs, Sensory and Physical Needs, as well as Social Needs. The introduction of this framework is followed by its application in two test areas: Seclin, in the North of France, and Korneuburg, in the East of Austria. Both are cities in the periphery of metropolises. The evaluation is done through maps, field observation, and systematic assessment. The focused utilization of the developed framework is followed by resulting recommendations. This work identifies the major barriers limited independence, accessibility issues, and social exclusion for elderly individuals in public space. In response, it creates a framework focusing on their evaluated needs. The framework gets proved to be applicable and reveals spatial deficits relevant for elderly individuals on different scales. It offers exemplary recommendations for the two test areas. This study contributes a transferable assessment tool for suburban age-friendly public spaces.