Meneghetti Brendler, C. (2025). Das SMOVLab und die integrierte Stadterneuerung : urbane Revitalisierung und Retrofit am Beipiel des ehemaligen SMOV-Gebäudes in Porto Alegre [Diploma Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. https://doi.org/10.34726/hss.2026.130368
E260 - Institut für Städtebau, Landschaftsarchitektur und Entwerfen
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Date (published):
2025
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Number of Pages:
236
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Keywords:
Retrofit; Städtebau; Stadterneuerung; Bauen im Bestand
de
Retrofit; urban development; urban renewal; building in existing contexts
en
Abstract:
Die Forschung untersucht das Retrofit des ehemaligen Gebäudes der SMOV - Secretaria Municipal de Obras e Viação (Sekretariat für Bau- und Verkehrswesen) in Porto Alegre sowie die Revitalisierung seines städtischen Umfelds. Die zentralen Themen sind: (1) die Bereitstellung von leistbarem Wohnraum für sozial besonders verletzliche Gruppen; (2) die Reaktivierung des Stadtteils Praia de Belas, dessen urbane Vitalität durch die Dominanz von Verwaltungsgebäuden und durch Immobilienspekulation eingeschränkt ist; und (3) die adaptive Wiederverwendung ungenutzter öffentlicher Gebäude als zeitgenössische Retrofit-Strategie. Das Projekt SMOVLab untersucht die geografischen, historischen und städtebaulichen Grundlagen des Stadtteils und entwickelt Leitlinien für eine sozial vielfältige und ökologisch qualifizierte Transformation.Die brasilianische Wohnungskrise, geprägt von sozialer Ungleichheit und unzureichenden öffentlichen Politiken, betrifft sowohl die Peripherien als auch zentrale Stadtgebiete. In diesem Kontext zeigt sich die Gleichzeitigkeit von hoher baulicher Vakanz und erheblichem Wohnungsdefizit sowie von Verfall des Gebäudebestands und öffentlicher Räume. In Porto Alegre stehen der Druck des Immobilienmarkts auf zentrale Lagen und der gleichzeitige Leerstand öffentlicher Gebäude nebeneinander und tragen zu einem fragmentierten und sozial unausgewogenen Stadtmuster bei.Die urbane Revitalisierung bietet unter diesen Bedingungen die Möglichkeit, den Stadtraum aufzuwerten, das moderne bauliche Erbe zu erhalten und den Zugang zu Wohnraum zu erweitern. Das SMOV-Gebäude, errichtet in den 1960er-Jahren und repräsentativ für die modernistische Architektur, stellt aufgrund seiner Unterauslastung und der Gefahr einer spekulativen Umnutzung einen exemplarischen Fall dar.Ziel der Forschung ist es, die Umsetzbarkeit der Konversion des Gebäudes in sozialen Wohnraum anhand einer projektbasierten Fallstudie aufzuzeigen. Die Untersuchung folgt einem qualitativen und explorativen Ansatz, der Feldforschung, Dokumentenanalyse, Literaturrecherche und vergleichende Studien kombiniert.Die Ergebnisse zeigen, dass das Retrofit des SMOV die architektonische Identität des Gebäudes bewahrt und als Katalysator für die Reaktivierung des Stadtteils Praia de Belas wirkt. Die Einführung von Mischnutzungen und spezifischen Programmen erhöht die urbane Vitalität, diversifiziert die Nutzung und begünstigt ein zugängliches, aktives und sozial integriertes Umfeld. Damit leistet die Arbeit einen Beitrag zur Debatte über die Verbindung von sozial orientiertem Wohnbau und der Requalifizierung zentraler Stadtbereiche und schlägt ein zeitgemäßes Modell nachhaltiger und inklusiver Stadtentwicklung vor.
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The research examines the retrofit of the former building of the SMOV - Secretaria Municipal de Obras e Viação (Department of Public Works and Transportation) in Porto Alegre and the revitalization of its surrounding urban area. The central themes are: (1) the provision of affordable housing for socially vulnerable groups; (2) the reactivation of the Praia de Belas district, whose urban vitality is constrained by the predominance of administrative buildings and by real-estate speculation; and (3) the adaptive reuse of underutilised public buildings as a contemporary retrofit strategy. The SMOVLab project investigates the geographic, historical and urban foundations of the district and proposes guidelines for a socially diverse and environmentally responsive transformation.Brazil’s housing crisis, marked by social inequality and insufficient public policies, affects both peripheral and central urban areas. In this context, high vacancy rates coexist with a significant housing deficit, alongside the deterioration of the built fabric and of public space. In Porto Alegre, real-estate pressure on central areas coexists with underused public buildings, contributing to a fragmented and socially unbalanced urban pattern. Urban revitalisation, under these conditions, offers an opportunity to enhance public space, preserve modern architectural heritage and expand access to housing. The SMOV building — constructed in the 1960s and representative of modernist architecture — is an emblematic case due to its underuse and the risk of speculative redevelopment.The objective of the study is to demonstrate the feasibility of converting the building into social housing through a project-based case study. The research adopts a qualitative and exploratory approach, combining fieldwork, document analysis, literature review and comparative studies.The findings show that the retrofit of the SMOV preserves the building’s architectural identity and acts as a catalyst for the reactivation of the Praia de Belas district. The introduction of mixed uses and targeted programmes increases urban vitality, diversifies occupancy and supports an accessible, active and socially integrated environment. The study therefore contributes to the debate on the relationship between social housing and the regeneration of central urban areas, proposing a contemporary model of sustainable and inclusive urban development.
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Abweichender Titel nach Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers