Karner, A. (2026). Erinnerung und Raum. Der Weg als Methode [Diploma Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. https://doi.org/10.34726/hss.2026.131507
E251 - Institut für Kunstgeschichte, Bauforschung und Denkmalpflege
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Date (published):
2026
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Number of Pages:
195
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Keywords:
Atmosphäre des Ortes
de
the atmosphere of the place
en
Abstract:
Erinnerung und Raum. Erinnerung an Raum. Erinnerung an eine Raumerfahrung meiner Kindheit. Es sind Fragmente und verschwommene Bilder, die sich in mein Gedächtnis eingeschrieben haben und vertraute Gefühle hervorrufen, während der konkrete Raum selbst längst verblasst ist. Durch die erneute Begegnung mit dem Raum wird versucht, dieser Faszination nachzuspüren und die Wahrnehmung, Erfahrung und Atmosphäre des Raums untersucht. Eine Untersuchung des realen Ortes der Raumerfahrung, ein Weg durch die Landschaft in den niederösterreichischen Alpen. Der Weg fungiert dabei nicht nur als Raum der Untersuchung, sondern auch als methodisches Instrument und stellt den Prozess des Erkenntnisgewinns dar. An den Raum, an seine Wahrnehmung, Atmosphäre und Erfahrung wird sich schrittweise herangetastet. Annäherung an, Bewegung im und Erkenntnis von Raum. Dem geht eine Einbettung in die Theorie voraus, in der zunächst mehrere grundlegende Begriffserklärungen und -definitionen erfolgen. Die erste Annäherung erfolgt als ein schriftliches Durchschreiten des Weges. Der Weg wird hier aus phänomenologisch betrachtender Perspektive erzählt und anschließend durch einen visuellen Essay ergänzt. Im Zuge der Bewegung im Raum wird sich mit dem Akt des Gehens, dem eigenen Vor-Ort-Sein beim Erkunden des Raumes und den daraus gewonnenen Erkenntnissen auseinandergesetzt. Der Akt des Gehens endet aber nicht mit dem Ende der Bewegung im gegenwärtigen Raum, sondern setzt sich fort in unseren Gedanken, im erneuten Durchschreiten - im Raum in unseren Köpfen. Methoden zur Dokumentation werden beleuchtet und Werkzeuge angeeignet, die sich mit der Raumwahrnehmung und -erfahrung beziehungsweise mit dem Festhalten und Notieren derselben auseinandersetzen. Diese wurden anschließend auf den Raum der Untersuchung angewandt. Durch das wiederholte Abgehen des Weges mit und ohne Begleitung wurde nicht nur die eigene Wahrnehmung und Erfahrung in den Erkenntnisprozess miteinbezogen, sondern auch die der Wegbegleiter:innen. Die Untersuchung wird so selbst zu einem Weg, der sich erst im vollständigen Durchschreiten eröffnet.
de
Memory and space. Memory of space. Memory of a spatial experience from my childhood. Fragments and blurred images have become engraved in my memory and evoke familiar feelings, while the actual space itself has long since faded. By re-encountering the space, I attempt to trace this fascination and explore the perception, experience, and atmosphere of the space. An exploration of the real place of spatial experience, a path through the landscape in Lower Austria. The path functions not only as a space for exploration, but also as a methodological tool, representing the process of gaining knowledge. The space, its perception, atmosphere and experience are gradually approached. Approaching, moving in, and understanding space. This is prefaced by an embedded theory, in which fundamental terms are explained and defined. The first approach takes the form of a written walk. The path is narrated from a phenomenological perspective and supplemented by a visual essay. In the context of movement in space, the act of walking, one’s own presence while exploring the space, and the insights gained from this process are examined. However, the act of walking does not end with the end of movement in space, it continues in our thoughts, in the repeated process of walking – in the space in our minds. Methods of documenting are examined, and tools are acquired that explore the perception and experience of space, as well as the recording and notation thereof. These were then applied to the space of exploration. By repeatedly walking the path, with and without company, not only my own perception and experience were included in the process of cognition, but also those of my companions. The exploration thus becomes a path itself, which only opens up when it is fully explored.
en
Additional information:
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