Preindl, S. (2026). Experimentierfeld Großfeldsiedlung: Zwischenräume als Schlüssel zur Transformation [Diploma Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. https://doi.org/10.34726/hss.2026.128282
Large housing estates; post-war modernism; periphery; in-between spaces; neighbourhood centres; polycentricity; resilience; revitalisation; large housing estates; urban development
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Abstract:
Diese Diplomarbeit beschäftigt sich mit der Großfeldsiedlung in Wien – einer der größten Wohnanlagen der Nachkriegszeit in Österreich. Errichtet zwischen 1966 und 1973, vereint sie unterschiedliche Bautypologien dieser Zeit und spiegelt dadurch die damaligen städtebaulichen Leitbilder und Haltungen wider. Heute steht die Siedlung exemplarisch für die Herausforderungen, aber auch für das Potenzial großmaßstäblicher Wohnanlagen: Sie verfügt über einen anpassungsfähigen Gebäudebestand und zugleich über weitläufige Freiräume, deren Qualitäten bislang kaum ausgeschöpft werden. Im Fokus der Arbeit stehen diese Zwischenräume – jene Abstandsflächen, die als Resultat des modernen Städtebaus entstanden sind und heute als entscheidende Ressource einer zukunftsfähigen Transformation gelesen werden können. Aufbauend auf einer detaillierten Analyse werden ihre vielfältigen räumlichen, sozialen und ökologischen Qualitäten untersucht und verdichtet. Darauf aufbauend werden Entwicklungsrichtungen formuliert, die Strategien für die Weiterentwicklung der Siedlung als resilientes und zukunftsfähiges Quartier aufzeigen. Diese werden schlussendlich in konkrete Entwurfsszenarien überführt. Die Arbeit verdeutlicht, welche bislang unscheinbare Potenziale in den Zwischenräumen liegen und wie durch ihre Aktivierung neue Formen von Aneignung, Begegnung sowie produktivem und biodiversem Grün entstehen können. Im Zusammenspiel mit dem Gebäudebestand wird die Großfeldsiedlung so als Quartierszentrum im polyzentrischen Stadtnetz Wiens gestärkt. Die Arbeit plädiert dafür, die Großwohnsiedlungen der Nachkriegsmoderne – und insbesondere ihre Zwischenräume – als zentrale Ressource einer nachhaltigen, zukunftsfähigen und resilienten Stadtentwicklung zu begreifen. Architektur wird dabei nicht primär als Disziplin des Neubaus verstanden, sondern als Werkzeug zur Weiterentwicklung, Stärkung sowie Aktivierung bestehender Strukturen und zeigt, welches transformative Potenzial gerade darin liegt.
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This thesis deals with the Großfeldsiedlung in Vienna – one of the largest post-war housing estates in Austria. Built between 1966 and 1973, it combines different building typologies of the time and thus reflects the urban planning models and attitudes of the period. Today, the estate exemplifies the challenges, but also the potential, of large-scale housing developments: it has an adaptable building stock as well as extensive open spaces, with qualities that have hardly been exploited to date. The thesis focuses on these in-between spaces – the open areas that have emerged as a result of modernist urban planning and can now be seen as a key resource for sustainable transformation. Based on a detailed analysis, their diverse spatial, social and ecological qualities are examined and condensed. Building on this, approaches for their further development are formulated, which outline strategies for the settlement's development as a resilient and future-proof neighbourhood. These are ultimately translated into concrete design scenarios. The thesis demonstrates the often overlooked potential of these in-between spaces and shows how their activation can foster new forms of encounter, appropriation and productive, biodiverse urban landscapes. In interaction with the existing structures, the Großfeldsiedlung is thus strengthened as a neighbourhood centre in Vienna's polycentric urban fabric. Ultimately, the thesis argues that large post-war housing estates – and particularly their in-between spaces – should be recognised as a key resource for sustainable, resilient urban development. Architecture is therefore not approached primarily as a discipline of new construction, but as a practice of caring for, strengthening and transforming the existing, revealing the transformative capacity embedded within it.
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