Bonatz, T. (2026). Ein Globus für Alle(s) : eine Reinterpretation von Care-Workund Lohnarbeit [Diploma Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. https://doi.org/10.34726/hss.2026.134120
Zürich gilt weltweit als Wirtschaftsmetropole und bietet mit dem Sitz vieler bedeutender Banken und Versicherungen Arbeitsplätze für Expertinnen und Experten aus der ganzen Welt. Besonders in den Führungspositionen ist diese Branche stark männerdominiert. Doch welche Auswirkungen hat dieses Ungleichgewicht auf den Berufsalltag von Frauen und Familien?Die tief in der Gesellschaft verankerte Zuweisung von Reproduktionsarbeit an das weibliche Geschlecht und der Mangel an bezahlbaren Betreuungsangeboten führen dazu, dass viele Eltern ihre beruflichen Bestrebungen einschränken müssen. In der Regel muss die Frau ganz oder teilweise auf eine Erwerbstätigkeit verzichten, um die Kinderbetreuung zu übernehmen. Dadurch verlieren viele Frauen ihre gleichberechtigte Teilhabe am öffentlichen Leben und die Möglichkeit, sich beruflich zu entfalten. Der Entwurf möchte hier einen Versuch starten Care- und Lohnarbeit räumlich neu zu denken, und erörtern, ob und wie Architektur zur gesellschaftlichen Gleichstellung der Geschlechter beitragen kann. Am Beispiel des Globusprovisoriums in Zürich wird untersucht, wie sich Räume für Kinderbetreuung, Erwerbstätigkeit und soziale Begegnung unter einem Dach vereinen lassen, um durch Synergien, kurze Wege und Gemeinschaft die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu erleichtern.Das Entwurfsgebiet befindet sich an einem hochfluktuierenden und komplexen Ort inmitten der Stadt am Hauptbahnhof. Es ist ein Ort des Ankommens, Umsteigens und Durchquerens. Seine Bedeutung soll die Wichtigkeit der Funktion des Globusprovisoriums unterstreichen und der Care-Arbeit als unverzichtbare Aufgabe in unserer Gesellschaft zusätzliche Präsenz verleihen. Es sind Ansätze hinsichtlich der städtebaulichen Setzung und des Umgangs mit dem Bestand zu entwickeln. Wie lässt sich zwischen Stadt- und Flussraum vermitteln und wie kann die städtebauliche Situation durch Neuformung des Ortes sowie durch gezielte Ergänzungen und Aufstockungen präzisiert und geschärft werden? Dabei gilt es, die bestehende Struktur zu erhalten, sie respektvoll weiterzudenken und bauliche Elemente möglichst wiederzuverwenden, um Ressourcen zu schonen und die Geschichte des Ortes zu wahren.
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Zurich is regarded worldwide as an economic metropolis and, as the headquarters of many major banks and insurance companies, offers jobs for experts from all over the world. This industry is particularly male-dominated in management positions. But what impact does this imbalance have on the everyday working lives of women and families?The deeply entrenched societal expectation that reproductive work is the responsibility of women, combined with a lack of affordable childcare options, means that many parents have to limit their career aspirations. As a rule, women have to give up their jobs entirely or partially in order to take care of their children. As a result, many women lose their equal participation in public life and the opportunity to develop professionally. The project aims to rethink the spatial arrangement of care and paid work and discuss whether and how architecture can contribute to gender equality in society. Using the example of the Globusprovisorium in Zurich, the project examines how spaces for childcare, gainful employment and social interaction can be combined under one roof in order to facilitate the compatibility of work and family life through synergies, short distances and community.The design area is located in a highly dynamic and complex location in the city centre, next to the main railway station. It is a place of arrival, transfer and transit. Its significance is intended to underline the importance of the Globusprovisorium's function and give care work, as an indispensable task in our society, additional visibility. Approaches to urban planning and dealing with the existing buildings need to be developed. How can a balance be struck between urban and river space, and how can the urban planning situation be clarified and sharpened by reshaping the location and making targeted additions and extensions? The aim is to preserve the existing structure, develop it respectfully and reuse structural elements as far as possible in order to conserve resources and preserve the history of the location.
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