Thaler, J. (2026). Ansitz Buol in Kaltern : ein Haus für die Gemeinschaften im Dorf [Diploma Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. https://doi.org/10.34726/hss.2026.116900
Der denkmalgeschützte Ansitz Buol markiert den Beginn des Ortskernes von Kaltern Dorf, einer touristisch geprägten Gegend südlich von Bozen. Das Ensemble hat sich seit dem 14. Jahrhundert kontinuierlich weiterentwickelt und umfasst heute eine Vielzahl von Räumen mit unterschiedlichen Qualitäten. Die Auseinandersetzung mit der Erkenntnis, dass der Bestand aktuell nicht mehr beheizt werden kann, hat zu einer theoretischen Annäherung an klimabewusstes Entwerfen und Bauen geführt, wobei fünf ausgewählte Wärmeprinzipien vertieft untersucht werden. Die Tatsache, dass sich dieses leerstehende Ensemble im Besitz der Autonomen Provinz Bozen befindet, ist eine große Chance für die Dorfgemeinschaft, es als gemeinschaftlichen Ort zugänglich zu machen. Die Arbeit untersucht das Potenzial des Bestands als Ressource für die Dorfgemeinschaft und entwickelt Vorschläge für eine angemessene, niederschwellige Transformation. Dabei wird ein „bottom-up“ Ansatz angestrebt, der mit beschränktem Budget auskommt. Ein Investor, eine museale Institution oder eine ganzheitliche Renovierung ist hierfür nicht erforderlich. Die Eingriffe in den Bestand sind minimal und konzentrieren sich auf gezielte, akupunkturähnliche Reparaturen, die den notwendigen Komfort schaffen. So können sich unterschiedliche Vereine und Gemeinschaften im Ensemble einnisten, entfalten und ausbreiten. Koexistenzen der Nutzer*innengruppen, Überschneidungen, phasenweise Nutzungen, gemeinsam genutzte Infrastrukturen und Räume sind bewusst und gewollt. Die Arbeit zeigt, dass auch in Südtirol neue Wege möglich sind und mit beschränkten ökonomischen Möglichkeiten sowie gezielten, punktuellen Eingriffen in den Bestand ein Mehrwert für die Dorfgemeinschaft geschaffen werden kann.
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The listed Ansitz Buol marks the beginning of the center of Kaltern Dorf, a tourist-oriented area south of Bolzano. The complex has undergone continuous development since the 14th century and now comprises a variety of rooms with different qualities.The realisation that the existing structure can no longer be heated has led to a theoretical approach to climate-conscious design and construction, with five selected heating principles being examined in depth.The fact that this vacant complex is owned by the Autonomous Province of Bolzano presents a great opportunity for the village community to make it accessible as a communal space. The work investigates the potential of the existing building as a resource for the village community and develops proposals for an appropriate transformation. A "bottom-up" approach that operates with a limited budget is pursued. An investor, a museum institution, or a comprehensive renovation is not required for this.The interventions in the existing structure are minimal and focus on targeted, acupuncture-like repairs that create the necessary comfort. This allows different associations and communities to settle, develop, and expand within the ensemble. Coexistence between user groups, overlaps, phased use, and shared infrastructure and spaces are deliberate and desired.The work shows that new approaches are also possible in South Tyrol and that, even with limited economic resources and targeted, selective interventions in the existing structure, added value can be created for the village community.
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Abweichender Titel nach Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers