Steinbrunner, B. (2026). Einschätzung der Gefahrenzonenplanung aus Sicht der österreichischen Raumentwicklung. Wildbach- und Lawinenverbau : Zeitschrift für Wildbach-, Lawinen-, Erosions- und Steinschlagschutz, 90. Jahrgang(195), 38–43.
Der begrenzte Dauersiedlungsraum, bevölkerungsdynamische Prozesse und der Strukturwandel in der Gesellschaft bewirken einen steigenden Siedlungsdruck. Hinzu kommen Veränderungen im Naturraum, die eine Erhöhung der Naturgefahrenexposition bewirken. Daraus ergibt sich ein Spannungsfeld aus begrenztem sicherem Lebensraum und dem steigenden Bedarf an Nutzfläche für Wohn- und betriebliche Zwecke. Vor allem in den alpin geprägten Bundesländern mit wenig Standortalternativen, ist dies deutlich spürbar. „Im Wesentlichen geht es um den Raumanspruch der Natur gegenüber dem des Menschen“ (Hemis, 2012: 43). Der Beitrag beleuchtet die Gefahrenzonenplanung im Kontext der Raumordnung. Dabei werden die Herausforderungen und Wechselwirkungen zwischen Naturgefahrenmanagement und Siedlungsentwicklung aufgezeigt.