Vogelsang, A. (2026). Wohnpark „Wiener Flur“ (1980) : ein Projekt von Architektin Klara Hautmann-Kiss und ein Sonderfall im sozialen Wohnbau Wiens [Diploma Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. https://doi.org/10.34726/hss.2026.132020
E251 - Institut für Kunstgeschichte, Bauforschung und Denkmalpflege
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Date (published):
2026
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Number of Pages:
165
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Keywords:
Wohnbau; Städtebau; Biografie Architektin
de
Housing; Urban planning; Architect biography
en
Abstract:
Die Ära des „Roten Wien“ (1919-1934) bildet einen wesentlichen Ausgangspunkt für die Entwicklung des sozialen Wohnbaus in Wien. Mit den Gemeindebauten wurde nicht nur Wohnraum geschaffen, sondern ein gesellschaftliches Reformprojekt umgesetzt, das auf bessere Lebensbedingungen durch soziale Infrastruktur und gemeinschaftliche Freiräume abzielte. Ab den 1960er Jahren entstanden in kurzer Zeit großmaßstäbliche Wohnanlagen in industrieller Bauweise. Diese gerieten aufgrund ihrer Monotonie in die Kritik, was zu einer verstärkten Hinwendung zu qualitätsvollen Grünräumen und wohnungsnaher Infrastruktur führte.Im Kontext der Stadterweiterung entstand im Süden Wiens von 1978 bis 1980 der Wohnpark „Wiener Flur“ im 23. Bezirk. Dieser wurde von der Architektin Klara Hautmann-Kiss (1920-2000) in Zusammenarbeit mit Rudolf Hautmann und Friedrich Rollwagen realisiert. Eine zentrale Grundlage für die Umsetzung des Wohnparks als zusammenhängender Grünraum bildet die zeitgleich von Klara Hautmann-Kiss verfasste Dissertation „Wohnparks und ihre bauliche Gestaltung“ (1980). Im Rahmen der Diplomarbeit werden neben der Entwicklung des sozialen Wohnbaus in Wien, das Leben und Wirken der Architektin Hautmann-Kiss und ihre theoretische Dissertation untersucht und mit der Entstehung des „Wiener Flurs“ in Verbindung gesetzt. Darüber hinaus wird die Realisierung des Wohnparks „Wiener Flur“ vom Erstentwurf des Architekten Rupert Falkner bis zur Ausführung durch Hautmann-Kiss und Planungsteam analysiert. Im Fokus der Analyse stehen die städtebauliche Struktur, die Fassadengestaltung, die Grundrisslösungen und insbesondere die Ausformulierung des zentralen Parks. Zudem vergleicht die Arbeit den „Wiener Flur“ mit den Großwohnbauten der 1970er und 1980er Jahre, um wiederkehrende Gestaltungsmerkmale und Unterschiede herauszuarbeiten. Ziel ist es, den Stellenwert des Projekts im regionalen und internationalen Kontext zu verdeutlichen und damit das Bewusstsein für das baukulturelle Erbe zu sensibilisieren. Letztlich soll das Wirken der Architektin Hautmann-Kiss sichtbar gemacht und dabei die enge Verbindung zwischen ihrem gebauten Werk und ihrer theoretischen Position herausgearbeitet werden.
de
The era of “Red Vienna” (1919–1934) marks an important starting point forthe development of social housing in Vienna. The municipal housing complexes did not only provide living space, but were part of a broader social reformproject aimed at improving living conditions through social infrastructure and shared open spaces. From the 1960s onward, large housing estates were built in a short time using industrial construction methods. Due to their monotony, these developments were criticized, which led to a stronger focus on higher quality green spaces and infrastructure close to residential areas. As part of the city’s expansion, the residential complex “Wiener Flur” was built in southern Vienna between 1978 and 1980 in the 23rd district. It was realized by the architect Klara Hautmann-Kiss (1920–2000) in collaboration with Rudolf Hautmann and Friedrich Rollwagen. An important basis for the design of the complex as a connected green space was the dissertation “Wohnparks und ihre bauliche Gestaltung” (1980), written by Klara Hautmann-Kiss at the same time, which focuses on the development and design of residential parks. The diploma thesis examines the development of social housing in Vienna, as well as the life and work of architect Hautmann-Kiss and her dissertation, and connects these to the planning of the “Wiener Flur.” It also analyzes the realization of the residential complex, from the architect Rupert Falkner’s initial design to its completion by Hautmann-Kiss and the planning team, focusing on the urban layout, facade design, apartment floor plan and the design of the park. In addition, the thesis analyzes the “Wiener Flur” within the context of large housing developments of the 1970s and 1980s in order to identify similarities and differences. The aim is to highlight the project’s importance in both regional and international contexts and to raise awareness of its architectural and cultural value. At the same time, the work aims to make the contribution of architect Hautmann-Kiss more visible and to show the connection between her built projects and her theoretical ideas.
en
Additional information:
Abweichender Titel nach Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers