Hollub, L. (2026). Ohne dich wär dieser Bau so grau : das Potenzial des Wiener Gemeindebaus als Beitrag zu einer jugendgerechten Stadt(planung) [Diploma Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. https://doi.org/10.34726/hss.2026.132942
Social Housing; Youth; Conflicts of Use; Open Space; Neighborhood; Claiming Space
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Abstract:
Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial des Wiener Gemeindebaus als Beitrag zu einer jugendgerechten Stadt(planung). Am Beispiel des Johann-Kaps-Hofes im 20. Wiener Gemeindebezirk werden die Nutzungsansprüche von Jugendlichen an Gemeindebauten und deren Freiräume analysiert. Dabei werden bestehende Barrieren für Jugendliche sowie Nutzungskonflikte identifiziert und konkrete Gestaltungsempfehlungen für den Hof entwickelt. Methodisch basiert die Arbeit auf einem qualitativen Forschungsdesign und orientiert sich an der ethnografischen Feldforschung. Im Mittelpunkt stehen Beobachtungen und wiederholte Aufenthalte im Feld, die durch spontane Kurzinterviews, Mapping-Formate, Expert*inneninterviews sowie stadträumliche Analysen ergänzt werden. Auf dieser Grundlage werden planerische Lösungsansätze formuliert und in Form von Gestaltungsempfehlungen für den Johann-Kaps-Hof dargestellt.Die Ergebnisse zeigen, dass die Bedürfnisse der Jugendlichen nur wenig Berücksichtigung in der Wohnhausanlage finden. Gleichzeitig verfügt der Wiener Gemeindebau über viele Ressourcen, die zu einer jugendfreundlichen Stadt beitragen können. Dazu zählen insbesondere großzügige Freiräume, kollektive Infrastrukturen und institutionelle Nachbarschaftsangebote. Diese Potenziale bleiben jedoch bislang weitgehend ungenutzt. Diese Arbeit plädiert daher für eine Neuinterpretation des Wiener Gemeindebaus, bei dem die räumlichen Ressourcen im Sinne der Jugendlichen wahrgenommen und transformiert werden. Eine solche Öffnung kann nicht nur die Lebensqualität junger Bewohner*innen im Gemeindebau steigern, sondern einen Mehrwert für den gesamten Stadtteil schaffen.
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This thesis explores the potential of Vienna's social housing to contribute to a more youth-friendly city. Using the case study of Johann-Kaps-Hof in Vienna's 20th district, the study analyses young people's needs on municipal housing and its public and semi-public spaces. It identifies existing barriers for young people as well as conflicts of use and develops concrete design recommendations for the housing complex. Methodologically, the study is based on a qualitative research design and is oriented towards ethnographic fieldwork. The focus is on repeated observations and site visits, supplemented by spontaneous short interviews, mapping exercises, expert interviews, and spatial analyses. Based on these findings, planning solutions are formulated and presented in the form of design recommendations for Johann-Kaps-Hof.The results show, that the housing complex does not meet the needs of young people. At the same time, Vienna’s municipal housing stock has many resources that could contribute to a youth-friendly environment. These include generous open spaces, communal facilities and neighbourhood services. However, this potential has remained largely untapped to date. This thesis therefore advocates for a reinterpretation of Vienna's social housing and to perceive and transform its spatial resources in the interests of young people. This could not only improve the quality of life for young residents of the housing complexes, but also create added value for the entire district.
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Abweichender Titel nach Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers