Plattner, M. (2026). reUSE Donaustadt - Ressourcenschonung und Umnutzung: Das Bezirkszentrum Kagran als Beispiel für nachhaltige Stadtentwicklung [Diploma Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. https://doi.org/10.34726/hss.2026.139534
Resource conservation; conversion; refurbishment; emissions; grey energy; district centre Kagran
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Abstract:
Im Kontext der Ressourcenschonung in der Architektur und Stadtentwicklung gewinnt der Umgang mit dem gebauten Umfeld zunehmend an Bedeutung. Insbesondere die im Bestand enthaltene graue Energie stellt einen zentralen Faktor für eine nachhaltige Weiterentwicklung des gebauten Raums dar. Der Erhalt und die Weiterentwicklung bestehender Bauwerke können dabei einen wesentlichen Beitrag zur Reduktion der Treibhausgasemissionen leisten.Als exemplarisches Fallbeispiel dient das Bezirkszentrum Kagran, ein Stahlbetonskelettbau aus den späten 1960er-Jahren am Schrödingerplatz im 22. Wiener Gemeindebezirk. Derartige Bauwerke verfügen häufig über unbekannte räumliche, konstruktive und strukturelle Reserven, die eine Umnutzung, Sanierung oder Erweiterung ermöglichen können.Ergänzend zur Analyse des Gebäudes hinsichtlich seiner räumlichen Umnutzbarkeit sowie der Möglichkeit einer thermischen Ertüchtigung des Bestands wird eine emissionsbezogene Bewertung durchgeführt. Dabei liegt der Fokus auf der Erfassung der treibhausgasrelevanten Emissionen, die im Lebenszyklus des Gebäudes anfallen, also einerseits in der Konstruktion gebunden sind und andererseits durch den laufenden Betrieb entstehen. Die Untersuchung orientiert sich methodisch an Ansätzen der Ökobilanzierung, beschränkt sich jedoch auf ausgewählte klimawirksame Kenngrößen und stellt diese in Form von CO2-Äquivalenten dar.Diese Emissionen werden anhand mehrerer Szenarien mit unterschiedlicher Eingriffstiefe gegenübergestellt, die vom Bestandserhalt über Sanierungs- und Erweiterungsmaßnahmen bis hin zu Neubauvarianten reichen. Ziel ist es, die klimarelevanten Auswirkungen unterschiedlicher Strategien über den Lebenszyklus hinweg vergleichend darzustellen und zu bewerten.Im Rahmen der Arbeit wird ein Sanierungs- und Erweiterungsszenario entwickelt, das eine Erhöhung der urbanen Dichte am Standort ermöglicht und zugleich die Lebensdauer des bestehenden Gebäudes verlängert. Die Arbeit leistet damit einen Beitrag zur Diskussion über den ressourcenschonenden Umgang mit dem Gebäudebestand und zeigt auf, wie bestehende Strukturen als integraler Bestandteil einer nachhaltigen Stadtentwicklung weitergenutzt werden können.
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In the context of resource conservation in architecture and urban development, the handling of the built environment is increasingly gaining importance. In particular, the gray energy embodied in existing buildings represents a key factor for the sustainable development of the built environment. The preservation and continued development of existing structures can have a significant contribution to the reduction of greenhouse gas emissions.The district center Kagran serves as an exemplary case study. It is a reinforced concrete skeleton structure from the late 1960s, located at Schrödingerplatz in Vienna's 22nd district. This type of buildings often possess unexplored spatial, constructive, and structural reserves that may enable reuse, refurbishment, or extension.In addition to analyzing the building with regard to its spatial adaptability and the potential for thermal upgrading of the existing structure, an emissions-related assessment is carried out. The focus lies on recording greenhouse gas relevant emissions occurring over the building’s life cycle, both those embodied in the construction and those resulting from ongoing operation. Methodologically, the study is oriented toward life cycle assessment approaches, but is limited to selected climate-relevant indicators, which are expressed in terms of CO2-equivalents.These emissions are compared across several scenarios with varying degrees of intervention, ranging from preservation of the existing building to refurbishment and extension measures, as well as new construction. The aim is to comparatively illustrate and assess the climate-relevant impacts of different strategies across the entire life cycle.Within the scope of this thesis, a refurbishment and extension scenario is developed that enables an increase in urban density at the site while simultaneously extending the lifespan of the existing building. The thesis thus contributes to the discussion on resource-efficient management of the existing building stock and demonstrates how existing structures can be further utilized as an integral component of sustainable urban development.
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