Altrichter, C. (2026). Beyond the clinic : exploring the potential of user-centered design in mHealth for an improved wellbeing in fertility management [Diploma Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. https://doi.org/10.34726/hss.2026.111225
E193 - Institut für Visual Computing and Human-Centered Technology
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Date (published):
2026
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Number of Pages:
193
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Keywords:
user-centric-design; Cultural Probes; mHealth; reproductive healthcare
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Abstract:
The global prevalence of infertility has led to an increasing reliance on medically assisted reproduction for conception and mobile health (mHealth) applications for fertility self-tracking. However, many digital tools do not adequately account for the complexity of the infertility treatment process, which is often unpredictable, emotionally demanding, and non-linear.This thesis applies user-centered design methods to investigate the challenges and unique fertility journeys of women, with the aim of informing the design of more constructive, inclusive, and responsible female-oriented mHealth support tools.The research adopts a three phase, qualitative approach, that combines a review of literature and existing digital interventions, cultural probes, and semi-structured interviews in the first two stages, to uncover the profound cognitive burdens imposed by current tracking practices. Despite offering many benefits for reproductive healthcare, such as enhanced decision-making and sense of control, fertility tracking frequently triggers anxiety, obsessive engagement, and feelings of inadequacy, particularly when the data becomes incomprehensible, ambiguous, laborious, and overwhelming. Moreover, available fertility management applications exhibit a prevalent design bias that marginalizes medical setbacks, such as failed treatment attempts or pregnancy loss, thereby further intensifying psychological distress of its users.In the last research phase, drawing from these empirical insights, this thesis proposes six user-validated design principles that are established to redirect fertility mHealth toward a more supportive, sensitive approach that authentically aligns with the realities of individuals undergoing assisted reproduction by addressing the uncertainties and emotional labor.
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Die weltweite Zunahme von Unfruchtbarkeit hat zu einer verstärkten Inanspruchnahme medizinisch unterstützter Fortpflanzungsmethoden sowie mobiler Gesundheits-Apps (mHealth) für das eigenständige Fruchtbarkeitsmonitoring geführt. Viele digitale Hilfsmittel berücksichtigen jedoch nur in unzureichendem Ausmaß die Komplexität der Fruchtbarkeitsbehandlungen, die oft unvorhersehbar, emotional belastend und nicht-geradlinig verlaufen.Diese Masterarbeit untersucht mithilfe nutzerzentrierter Designmethoden (UCD) die Anforderungen sowie die individuellen Erfahrungen von Frauen mit Verfahren der assistierten Reproduktion mit dem Ziel, die Entwicklung frauenspezifischer mHealth-Apps zu unterstützen, die konstruktiv, verantwortungsbewusst und frauenorientiert aufgebaut sind. Diese Arbeit wendet einen qualitativen Ansatz in drei Phasen an. Die ersten Zwei kombinieren eine Literaturrecherche inklusive Untersuchung bestehender digitaler Anwendungen, ,,Cultural Probes'' sowie semistrukturierte Interviews, um die erheblichen kognitiven Belastungen aufzudecken, die aktuellen Tracking-Apps mit sich bringen. Obwohl Fruchtbarkeits-Tracking zahlreiche Vorteile für reproduktive Gesundheit von Frauen bietet, wie etwa eine bessere Entscheidungsfindung und ein Gefühl der Selbstkontrolle, löst das Tracking häufig Angstzustände, zwanghafte Beschäftigung und Gefühle der Unzulänglichkeit aus, insbesondere wenn die Daten unverständlich, mehrdeutig oder erdrückend wahrgenommen werden. Darüber hinaus sind derzeit verfügbare Anwendungen im Bereich des Fruchtbarkeitsmanagements häufig dahingehend einseitig ausgerichtet, dass Rückschläge wie erfolglose Behandlungsversuche oder Fehlgeburten vernachlässigt werden und dadurch die psychische Belastung der Nutzerinnen zusätzlich verstärkt wird. Mit diesen empirischen Erkenntnissen formuliert diese Masterarbeit in der dritten Phase sechs nutzervalidierte Designprinzipien, mit denen mHealth-Apps im Bereich der Reproduktionsmedizin auf einem stärker unterstützenden und einfühlsameren Ansatz hin ausgerichtet werden, der authentisch die Realitäten von Fruchtbarkeitsbehandlungen wiedergibt, indem er die Unsicherheiten und emotionalen Belastungen den damit befassten Menschen berücksichtigt und thematisiert.