Kabatas, T. (2026). Aufrecht am See - Interdisziplinäres Kompetenzzentrum für Parkinson-Patienten [Diploma Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. https://doi.org/10.34726/hss.2026.139572
Parkinsons disease; Competence center; Healthcare architecture; Bregenz; Steel construction
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Abstract:
Durch kontinuierliche medizinische Fortschritte steigt die Lebenserwartung der Bevölkerung, wodurch altersbedingte Erkrankungen zunehmend an gesellschaftlicher und gesundheitlicher Relevanz gewinnen. Morbus Parkinson zählt zu den am schnellsten wachsenden neurologischen Erkrankungen im höheren Lebensalter. Die chronische, fortschreitende Krankheit ist primär durch motorische Einschränkungen wie Tremor, Muskelsteifheit und Bewegungsverlangsamung gekennzeichnet und bislang nicht heilbar. Dies unterstreicht die besondere Bedeutung frühzeitiger Diagnostik, personalisierter Therapieansätze sowie begleitender sozialer Unterstützung. Die funktionellen Einschränkungen – darunter Bewegungsverlangsamung, Gleichgewichtsprobleme und unsicheres Gehen – beeinträchtigen Selbstständigkeit, Mobilität und Sicherheitsempfinden der Betroffenen erheblich. Vor diesem Hintergrund wird die Lebensqualität stark durch die räumliche Umgebung und die Bedingungen des täglichen Lebens geprägt. Eine zukunftsorientierte Architektur kann daher gezielt Autonomie, Sicherheit und soziale Teilhabe fördern und die Lebensqualität von Menschen mit Parkinson nachhaltig verbessern. Zentral gelegene Einrichtungen, die Diagnostik, Therapie und psychosoziale Betreuung für Parkinson-Patient:innen interdisziplinär bündeln, fehlen bislang. Vor diesem Hintergrund stellt sich die zentrale Frage dieser Arbeit: Wie kann eine zukunftsorientierte Architektur die Autonomie von Menschen mit Morbus Parkinson unterstützen und ihre Lebensqualität langfristig verbessern? Die vorliegende Diplomarbeit reagiert auf die bestehende Versorgungslücke für Parkinson-Patient:innen, indem sie im Rahmen der städtebaulichen Transformation des Bahnhofsareals in Bregenz einen spezifischen Standort für die Planung eines interdisziplinären Kompetenzzentrums nutzt. Ziel ist es, die Rolle der Architektur in der Betreuung von Parkinson-Patient:innen theoretisch zu fundieren und praktisch zugestalten und damit das Bewusstsein innerhalb der Architektur- und Planungsbranche für die komplexen Anforderungen dieser Zielgruppe zu stärken.
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Continuous medical advances have increased life expectancy, making age-related diseases increasingly relevant to society and healthcare. Parkinson’s disease is one of the fastest-growing neurological disorders among older adults. This chronic, progressive condition is primarily characterized by motor impairments such as tremors, muscle stiffness and slowed movements and is currently incurable. This underscores the particular importance of early diagnosis, personalized treatment approaches and supportive social care.Functional limitations – including slowed movements, balance problems, and unsteady gait – significantly impair the independence, mobility, and sense of securityof those affected. In this context, quality of life is strongly shaped by the physical environment and daily living conditions. Future-oriented architecture can therefore specifically promote autonomy, safety, and social participation, thereby sustainably enhancing the quality of life of people with Parkinson’s disease. Centrally located facilities providing interdisciplinary diagnostics, therapy, and psychosocial support for Parkinson’s patients are currently lacking. Against this backdrop, the central question of this thesis is: How can future-oriented architecture support the autonomy of people with Parkinson’s disease and improve their long-term quality of life? This thesis addresses the existing care gap for Parkinson’s patients by utilizing a specific site for the planning of an interdisciplinary competence center within the framework of the urban transformation of the railway station area in Bregenz. Its aim is to theoretically substantiate and practically implement the role of architecture in the care of Parkinson’s patients, thereby raising awareness within the architecture and planning community about the complex needs of this target group.
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